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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Fußgängersteg über den Hochablass zu Weihnachten wieder geöffnet

Seit Ende August war der 130 Meter lange Fußgängersteg über den Hochablass wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Zu Weihnachten wird der Steg nun wieder vorübergehend geöffnet. Im Zuge der Fortführung der Bauarbeiten in den nächsten Monaten sind jedoch erneut punktuelle Sperrungen im Januar und Mai geplant.

Im Laufe des morgigen Tages wird die Verkehrssicherung zurückgebaut, ab Freitag ist der Steg für Fußgänger dann wieder freigegeben. Für Januar und Mai 2018 sind zum Einheben der Walze nochmals Sperrungen von etwa einer Woche sowie zwei bis drei Wochen zur Herstellung der Beschichtung des Gehweges vorgesehen. Da diese Arbeiten von der Witterung abhängen und bei winterlichen Temperaturen nicht ausgeführt werden können, werden die genauen Termine kurzfristig festgelegt. Fußgänger und Radfahrer müssen für diese Tage wieder auf die Hochzoller Lechbrücke ausweichen.

Erneuerung des Fußgängerstegs wurde auch das marode Walzenwehr ausgebaut und erneuert. Mit der aktuellen Instandsetzung werden auf Jahrzehnte hinaus Wirtschaftlichkeit, sowie Stand- und Verkehrssicherheit des Hochablasses garantiert. Insgesamt werden für die technische Erneuerung des Hochablasses 3,1 Mio. Euro investiert.
Da der Hochablass unter Denkmalschutz steht und im Rahmen der Augsburger Weltkulturerbe-Bewerbung „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst“ ein wichtiger Bestandteil ist, ist ein sensibles Vorgehen der Stadt bei den Bauarbeiten unerlässlich. Um das historische Erscheinungsbild des Walzenwehrs zu erhalten, wird der neue Antrieb neben der historischen Mechanik im Glockenturm installiert. Auch wird die neue Walze so aussehen wie das 20 Meter breite historische Vorgänger-Exemplar aus dem Jahr 1911.

Wie Ulrich Müllegger als Beauftragter der Stadt für die Welterbe-Bewerbung hervorhebt, wird die alte Walze aufgehoben und der Öffentlichkeit gezeigt: „Dies ist vor allem deshalb wichtig, um der Idee eines UNESCO-Welterbes gerecht zu werden. Im Fall des Walzenwehres bedeutet dies, dass die technische Entwicklung und Bedeutung des Hochablasses nachvollzogen werden kann.“


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