DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Sonntag, 25.10.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

FCA: Schwacher Kick in Köpenick

In einem zerfahrenen Fußballspiel besiegte der FC Augsburg Union Berlin in der Alten Försterei mit 3:1. Beide Mannschaften zeigten im Aufbau wie in der Defensive kaum bundesligareife Aktionen. Der Sieg des FCA geht dennoch in Ordnung, weil die Augsburger ihre Tormöglichkeiten zu 100 Prozent in Tore ummünzten. Die Tore der Augsburger erzielten Vargas (41.), Gregoritsch (82.) und Hahn (89.). Für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Köpenicker sorgte Marius Bülter (75.).

Von Siegfried Zagler

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Aus Sicht des FCA sind zwei positive Faktoren zu vermelden. Zum einen das Ergebnis und zum anderen, dass nach einer langen Durststrecke mit Rafal Gikiewicz beim FCA wieder ein Torwart zwischen den Pfosten steht, der auch Spiele gewinnen kann. Ansonsten gilt das ähnlich desaströse Bild der Vorsaison: Aufwändig eroberte Bälle wurden wieder leichtfertig hergegeben oder durch ungenaue Zuspiele konsequent entwertet. Eine Augsburger Spieleröffnung aus der Abwehr heraus, ein Offensivkonzept in Ballbesitz war nicht erkennbar, vom Mittelfeld gingen kaum Impulse nach vorne aus, während in der Rückwärtsbewegung von beiden Mannschaften konsequent und hochwertig verteidigt wurde.

Dennoch gingen bei allen Augsburger Toren schwere Fehler der Berliner Defensive voraus und es entbehrt nicht der Ironie, dass ausgerechnet mit Michael Gregoritsch der schwächste Spieler auf dem Platz den vermeintlichen FCA-Siegtreffer mit einem wuchtigen Kopfball nach einer punktgenauen Iago-Flanke erzielte.

Schlecht gespielt und dennoch gewonnen; daraus resultieren meist wertvolle Punkte. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist in Augsburg Borussia Dortmund zu Gast. Gegen starke Gegner zeigt der FCA nicht selten starke Leistung.