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Freitag, 24.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Coronakrise: Stadt bleibt bei Maskenpflicht für Schüler

Die Stadt Augsburg setzt weiterhin auf eine Maskenpflicht für alle Jahrgangsstufen an allen Schulen und richtet sich damit weiterhin nach der aktuellen 7. Infektionsschutzverordnung des Freistaates Bayern. Darin wird eine Maskenpflicht an allen Schulen ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von über 50 angeordnet. Eine Abweichung davon sei in Anbetracht der aktuellen Entwicklung der steigenden Infektionszahlen in Augsburg nicht zu vertreten, so die Stadt in einer Stellungnahme.

Bildungsreferentin Martina Wild

„Für die Bildungsgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist das Aufrechterhalten des Präsenzunterrichts – wie auch der Regelbetrieb der Kitas – sehr wichtig. Darauf weisen Schulleitungen genauso wie andere pädagogische Fachkräfte und auch Unternehmen deutlich hin. Kinder und Jugendliche brauchen einen strukturierten Schulalltag an Orten, an denen Hygienekonzepte gut umgesetzt werden. Dies gilt im Besonderen für Kinder aus sozialbenachteiligten Milieus. Zudem haben berufstätige Eltern kaum noch Urlaub, um die Betreuung der Kinder zu gewährleisten.“ Dies sagt Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration-

Wie das Referat für Bildung und Migration weiter ausführt, ist das Maske tragen – neben dem Lüften der Klassenräume und dem Händewaschen – das wirksamste Mittel, um Infektionen in Kitas und Schulen zu vermeiden und eine vergleichsweise geringe Einschränkung. Durch das Tragen einer Maske und durch die vorgegebenen Hygienemaßnahmen kann bislang der Präsenzunterricht aufrechterhalten werden. „Für uns hat die Sicherstellung dieses Präsenzunterrichts an den Augsburger Schulen weiterhin höchste Priorität“, so Bürgermeisterin Martina Wild.

Markus Wörle, Leiter des staatlichen Schulamtes unterstützt den Kurs der Stadt „Die Schule ist ein ‚sehr sicherer Ort‘ und die Schülerschaft ist endlich wieder in Struktur und im ‚Lernen‘ in ihrer Bildungschance angekommen. Alle Schülerinnen und Schüler, denen ich in den letzten Wochen auf Schulbesuchen begegnet bin, gehen ausgesprochen gerne wieder zur Schule und in den Unterricht. Dazu besteht eine sehr hohe Akzeptanz der Hygieneregeln und des Maske-Tragens.“

AHA+L Maßnahmen haben sich bewährt

„Das RKI ist in seiner Einschätzung deutlich: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken und Lüften reduziert das Risiko, sich mit Covid19 zu infizieren in ganz besonderer Weise. Dies gilt vor allem in geschlossenen Räumen. Masken verbessern den Infektionsschutz von Schulkindern. Das ist unser oberstes Ziel“, ergänzt Reiner Erben, Referent für Gesundheit.

Klare Vorgabe durch ein aktuelles KMS

Am heutigen Donnerstag wurde ein klärendes Kulturministerielles Schreiben (KMS) zur Änderung der 7. Infektionsschutzverordnung vom Amtschef des Kultusministeriums, Ministerialdirektor Herbert Püls, an die Schulen verschickt worden. Darin wird der drei Stufenplan präzisiert und festgelegt, dass bei einem Inzidenzwert von >50 automatisch (!) die Maskenpflicht auch am Platz im Unterricht in allen Jahrgangsstufen aller Schularten gilt.

Infektionsgeschehen wird täglich neu bewertet

Das Infektionsgeschehen wird ununterbrochen akribisch beobachtet und täglich neu bewertet. Hierzu finden fortwährend Abstimmungen des Referates für Bildung und Migration mit dem Gesundheitsamt und den staatlichen Schulaufsichtsbehörden statt. Aufgrund der weiter steigenden Infektionszahlen findet in den nächsten Tagen ein weiteres Abstimmungsgespräch statt. Dabei geht es um die Frage, inwiefern weitere Maßnahmen – wie etwa die Stufe III – gemäß dem staatlichen Rahmenhygieneplan und die damit verbundene Teilung der Klassen mit einem Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht angeordnet werden. Zugleich laufen in den Schulen auch die Vorbereitungen für den Fall, dass auf Distanzunterricht umgestellt werden muss.