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Montag, 20.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Cornavirus: Inzidenzwerte der Stadt Augsburg pendeln zwischen 140 und 160

Coronavirus in Augsburg: Weitere 39 Neuinfektionen sorgen für 10.674 Infektionen im Stadtgebiet. – Die Impfterminvergabe beginnt am Mittwoch, den 20. Januar.

Maskenpflichtzonen in Augsburg © Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg meldet 39 neue Covid-19-Fälle. Darunter 33 Neuinfektionen mit Meldedatum Donnerstag, 14. Januar, sowie sechs Fälle mit Meldedatum 13. Januar. Ein Fall mit Meldedatum 11. Januar wurde rückwirkend korrigiert.

Insgesamt hat das Gesundheitsamt bisher 10.674 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg bestätigt. 9.583 Personen gelten als genesen, 850 sind aktuell infiziert, 241 Personen sind verstorben. Bei dem Coronavirus-Todesfall, der dem Gesundheitsamt am 14. Januar gemeldet wurde, handelt es sich um eine weibliche Patientin des Jahrgangs 1939.

Die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 131,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Laut den aktuellen Berechnungen des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg liegt die Inzidenz, Stand heute, 8 Uhr, bei 136,1.

Registrierung online und telefonisch möglich

Die Online-Registrierung für einen Impftermin ist unter https://impfzentren.bayern/ bereits möglich. Personen, die sich online registrieren oder von Angehörigen registrieren lassen, werden auf eine Warteliste gesetzt. Alternativ ist für alle Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz in Augsburg ab Montag, 18. Januar eine telefonische Registrierung über die Hotline 03222 2006288 des Impfzentrums der Stadt Augsburg möglich.

Terminvergabe startet am Mittwoch, 20. Januar

Wie der Freistaat Bayern jetzt bekannt gegeben hat, beginnt die verbindliche Vergabe von Terminen in den Impfzentren am Mittwoch, 20. Januar. Ab diesem Zeitpunkt ist die Buchung eines Impftermins für berechtigte Personen möglich. Sobald Impftermine vergeben werden können, werden alle registrierten, impfberechtigten Personen per E- Mail oder telefonisch kontaktiert.

Weniger Testungen bedeuten sinkende Inzidenzwerte

Zur Bewertung des Infektionsgeschehens teilt das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg mit, dass es zwischen Mitte und Ende Dezember in allen acht bayerischen Großstädten zunächst zu einem erneuten Anstieg der 7-Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner kam. In Augsburg war dieser erneute Anstieg vergleichsweise gering und führte kurz vor Weihnachten zu 7- Tage Inzidenzen um 260 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.„Dieser Anstieg des Infektionsgeschehens zeigte sich auch im Anstieg der Positivrate im Testzentrum Augsburg gegen Jahresende“, erklärt Dr. Thomas Wibmer, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamtes.

Inzidenzwerte erreichen Plateau von 140 bis 160

Nach den Weihnachtstagen kam es in Augsburg – wie auch in den anderen Großstädten – zu einem abrupten Rückgang der Inzidenzwerte. Dies war jedoch zunächst hauptsächlich der geringeren Zahl der durchgeführten Tests aufgrund der Feiertage zuzuordnen. Mit Wiederaufnahme der regulären Testmöglichkeiten in Testzentren und Arztpraxen in der ersten und zweiten Kalenderwoche haben sich die Inzidenzwerte inzwischen in den meisten Großstädten in Bayern in einem bestimmten Bereich eingependelt. Wie Dr. Thomas Wibmer ausführt, lässt dies nun „klarere Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen zu: In Augsburg ist zu beobachten, dass sich die 7-Tages-Inzidenzen aktuell in einem Bereich zwischen 140 und 160 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bewegen.“

Mobilitätsdaten Indikatoren für Kontaktbeschränkungen

Sowohl der Anstieg vor Weihnachten als auch der inzwischen wieder eingetretene leichte Rückgang des Infektionsgeschehens passen zu den Erkenntnissen aus Mobilitätsindikatoren in diesem Zeitraum. Diese zeigen eine leichte Zunahme der Mobilität zwischen Anfang und Mitte Dezember sowie ab den Weihnachtstagen in Augsburg und ganz Bayern eine deutliche Abnahme der Mobilität im Vergleich zum Vorjahr. Dies schlug sich mit einer Verzögerung von ein bis zwei Wochen auch in den Inzidenzwerten nieder. „Die Mitte Dezember verschärften Maßnahmen führten also zu einem deutlichen Rückgang der Mobilität und dann auch des Infektionsgeschehens“, so Dr.Thomas Wibmer.

Sars-Cov2-Varianten unter genauer Beobachtung

Diese Entwicklung wird von einer in Deutschland jährlich zu beobachtenden saisonalen Schwankung der Rate von Atemwegserkrankungen überlagert. Typischerweise nehmen diese in den ersten zwei Wochen des Jahres leicht ab und danach wieder zu. Wie der kommissarische Leiter des Gesundheitsamtes ausführt, „ist insofern auch der aktuelle Rückgang der Corona-Inzidenzen mit Vorsicht zu interpretieren, da der alljährliche erneute Anstieg der Raten von Atemwegserkrankungen mit ähnlichem Übertragungsweg aktuell noch bevorsteht.“

Auch die Verbreitung neuer Sars-Cov2-Varianten (Mutationen), die ansteckender sind, als bisherige Varianten, könnten zu einer plötzlichen, rasanten Zunahme des Infektionsgeschehens in den nächsten Wochen führen, warnt der Mediziner. Insofern ist es gerade jetzt besonders wichtig, bereits im Vorfeld die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, indem Kontakte weiter konsequent reduziert werden und sich bei nicht vermeidbaren Kontakten bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Dazu sind die Abstands- und Hygieneregeln unbedingt zu beachten. Auch das Tragen einer FFP2-Maske gehört dazu.