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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Augsburg und die Wasserwirtschaft – Neues Buch und Vortrag im Maximilanmuseum

„Augsburg und die Wasserwirtschaft. Studien zur Nominierung für das UNESCO-Welterbe im internationalen Vergleich“, so der Titel des soeben erschienenen wissenschaftlichen Aufsatzbandes, den die Stadt Augsburg im Rahmen ihrer Bewerbung um die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes herausgegeben hat.

Neues Buch über die Augsburger Wasserwirtschaft - Bewerbung für UNESCO Welterbe. Foto: context Verlag Augsburg

Nachdem die Stadt bis 2014 ihre Interessenbekundung erfolgreich abgeschlossen hat, wird der Augsburger Welterbeantrag über die Aufnahme der historischen Kanäle, Kraftwerke, Brunnen und Wassertürme Augsburgs in die Liste schützenswerter Denkmäler derzeit bearbeitet und Ende August abgegeben. Im Begleitprogramm zur Bewerbung fand in Augsburg 2016 eine öffentliche Fachtagung statt, bei der Expertinnen und Experten der Wasserwirtschaft aus Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden über verschiedenste Aspekte der Wasserwirtschaft und der UNESCO-Bewerbung referierten. Diese und weitere Studien sind nun in einem von der Stadt Augsburg herausgegebenen und reich bebilderten Band im context verlag Augsburg (Konzeption und Redaktion: Martin Kluger) erschienen.

Augsburg rechnet sich Chancen für UNESCO-Titel aus

In 21 Beiträgen setzen sich insgesamt 19 Autorinnen und Autoren mit Wasserbau und Wasserkraft, mit Trinkwassergewinnung und Brunnenkunst sowie mit der Bedeutung des UNESCO-Welterbes auseinander. Sie untersuchen in ihren Studien nicht nur die Trinkwasserversorgung und Wasserkraftnutzung bis heute, sondern auch die Rolle manieristischer Brunnenkunst und die reichsstädtischen Verwaltungsstrukturen der Wasserwirtschaft in der Fuggerstadt. Ausprägungen der Wasserwirtschaft in Augsburg werden dabei unter anderem mit der Trinkwassergewinnung und dem Kanalbau in Venedig, mit dem Kanalnetz um Mailand und den frühen Wasserkraftwerken an der Adda sowie der damit einhergehenden Industrialisierung der Lombardei verglichen. Es geht zudem um den Umgang mit den mit Wasser verbundenen Welterbestätten im Harz, in Italien und den Niederlanden.

Vortrag im Maximilianmuseum

Mit dem Titel „Die Brunnen der Reichsstadt und ihr Wasser: verschwunden, vergessen, missverstanden – Von Wasserwerken und Wasserleitungen, Wasserkästen und Monumentalbrunnen“ findet heute, 1. August um 18.30 Uhr im Maximilianmuseum im Rahmen der Vortragsreihe der Stadt Augsburg zur UNESCO-Welterbe-Bewerbung ein Vortrag von Martin Kluger (Inhaber des context Verlags Augsburg) statt, der u.a. auch Neues über die Wasserkästen an der Maximilianstraße und das erste stromerzeugende Wasserkraftwerk im heutigen Stadtteil Göggingen zu berichten weiß.

Foto: context Verlag Augsburg



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