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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Architektur-Film-Jazz: Hommage an Didi Contractor

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Architektur-Film-Jazz” im Thalia Kino Am Obstmarkt in Augsburg wird am Montag, den 6. November 2017 um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Didi Contractor – Marrying the Earth to the Building“ über das Leben und Werk der 85-jährigen Architektin Didi Contractor gezeigt.

„Seit über 20 Jahren stellt sich Didi Contractor mit ihrer Art zu Bauen den komplexen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiekrise und Schadstoffminimierung.“ Dabei habe sie sich fortwährend durchgesetzt und widersetzt – gegen traditionelle Rollenbilder, gegen anhaltende Paradigmen der Kolonialgeschichte oder gegen die Modernisierung nach westlichem Vorbild, so die Regisseurin des Films Steffi Giaracuni. „Für mich ist Didi Contractor eine mutige und starke Frau und ich bin begeistert von ihren architektonischen Visionen. Ihre Häuser sind überzeugende Beweise einer möglichen konsequenten alternativen Wohn-und Lebensform.“

Die Künstlerin baut und gestaltetet mit natürlichen Materialien – Lehm, Bambus, Schiefer und Flussstein. Ihre Häuser und deren Bewohner lassen den Betrachter im Film an ihrer Vision teilhaben und sensibilisieren für die globalen Fragen über den Umgang mit unserem Planeten. Inspiriert von traditionellen Techniken ist sie konsequent um eine ganzheitliche ökologische Bauweise bemüht. Aus aller Welt kommen Interessierte, um ihr Arbeitsweise zu erleben und zu verstehen.

Didi Contractor wurde 1929 in Minneapolis Minnesota geboren und wuchs bei ihren Eltern – beide expressionistische Maler, in der Tradition des Bauhaus der 20er Jahre auf. Sie studierte Kunst, obwohl sie sich schon als Kind zur Architektur hingezogen fühlte. 1951 heiratete sie den Ingenieurstudenten Narayan Contractor und gründete mit ihm in seinem Heimatland Indien eine Familie. Immer tiefer stieg Didi Contractor in die indische Kunst und Kultur ein und entwickelte sich in Design und Architektur weiter. Im Alter von 65 Jahren begann die heute 86-jährige Architektin, die ersten Lehmhäuser zu bauen.

Die Kinovorstellung kostet 7 Euro.

Nach der Filmvorführung gibt es ab 20.30 Uhr Live-Jazz mit CoolTone (Günter Schaipp: Saxophon; Christian Küster: Gitarre; Erwin Bier: Kontrabass; Laura Lendman: Vocal) im Thalia Kaffeehaus.

Live-Jazz: Eintritt frei.



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