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Donnerstag, 21.9.2017 • Nr. 264 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Lochbach-Wasserwerk erneuert

Das Lochbach-Wasserwerk wurde für 1,4 Millionen Euro erneuert. Somit werde die Augsburger Trinkwasserqualität gesichert.

Das Trinkwasser der Stadtwerke Augsburg (swa) ist reines, naturbelassenes Grundwasser, eines der besten in Europa und sogar für die Zubereitung von Babynahrung geeignet. Damit die Qualität so bleibt, investieren die swa allein in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro in das Leitungsnetz, aber auch in die Gewinnung. Für 1,4 Millionen Euro ist jetzt das Lochbach-Wasserwerk technisch auf den neuesten Stand gebracht worden. Die Stadtwerke Augsburg versorgen rund 350.000 Menschen in Augsburg und umliegenden Städten und Gemeinden mit Trinkwasser.

„Das Augsburger Trinkwasser ist ein Schatz, den wir wie unseren Augapfel hüten“, so der Chef der swa-Wassersparte, Dr. Franz Otillinger. „Damit das in den Wasserschutzgebieten vor den Toren der Stadt geförderte Grundwasser auch in bester Qualität am Wasserhahn ankommt, ist eine hochwertige Verpackung nötig“, so Otillinger. Das rund 1.000 Kilometer lange Leitungsnetz wird von den swa deshalb stets kontrolliert, überholt und auf den neuesten Stand gebracht werden.

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as Lochbach-Wasserwerk, eines von sieben Wasserwerken der swa, liefert im Normalbetrieb etwa ein Viertel des Augsburger Wasserbedarfs: 15.000 Kubikmeter und damit rund 100.000 volle Badewannen werden Tag für Tag vom Lochbach-Wasserwerk in die Stadt gepumpt. Wenn nötig, könnte die Kapazität sogar verdoppelt werden. Im Zuge der Erneuerung wurden für rund 200.000 Euro neue Kreiselpumpen eingebaut. Die alten Pumpen waren über 60 Jahre im Einsatz und haben nicht mehr den Anforderungen an Energieeffizienz und Stromverbrauch entsprochen.

Noch vor seiner “Reise” in die Stadt, wird mit ständigen Qualitätskontrollen geprüft. Im Notfall kann dann etwa mit einer hochmodernen UV-Anlage ohne chemische Aufbereitung gegen Keime vorgegangen werden. Durch ultraviolettes (UV) Licht werden die Keime abgetötet. Vorbeugend wird die Anlage eingesetzt, wenn etwa wegen Starkregen im Süden der Stadt bis Landsberg das Frühwarnsystem der swa anschlägt und die Gefahr besteht, dass Keime ins Grundwasser gelangen könnten. Rund 400.000 Euro hat die neue Anlage gekostet, die mit langlebigeren UV-Röhren und geringerem Stromverbrauch deutlich wirtschaftlicher arbeitet, als die bisherige Anlage.

Auch die gesamte Elektroversorgung und Steuerung im Wasserwerk wurde erneuert, Kostenpunkt rund 400.000 Euro. „Damit halten wir die Versorgungssicherheit auf höchstem Niveau“, so Otillinger. Eine neue, wesentlich sparsamere und wirtschaftlichere Lüftungsanlage hilft die Stromkosten der bisherigen Lüftung von rund 50.000 Euro jährlich erheblich zu senken. Sie verhindert, dass sich an den kalten Wasserrohren im dem Werk Kondenswasser bildet und Rost an den Leitungen entstehen könnte.

Für Interessierte, die einen Blick hinter die Kulissen der Augsburger Wasserversorgung werfen wollen, öffnet das Wasserwerk am Lochbach, Beim Dürren Ast, im Vorfeld des internationalen Wasserstags (22.3.) am Sonntag, 20. März die Tore. Von 12:00 bis 17:00 Uhr bieten Mitarbeiter der swa ein informatives Programm für die ganze Familie: Führungen durch das Wasserwerk und den Augsburger Wasserwerg, der anschaulich den Weg des Wassers vom Regentropfen bis zum Wasserhahn zeigt.

Foto: Wasser für vier Stunden: 40 Meter lang, 20 Meter breit, fünf Meter tief und voll mit frischem Grundwasser ist jeder der beiden Wasserspeicher im Lochbach-Wassserwerk. Foto: swa / Thomas Hosemann


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