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Mittwoch, 19.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Aufgestellt und ausge­grenzt: Neue Ausstellung beleuchtet jüdisches Sportleben

Ab dem 11. Sep­tem­ber zeigt eine Wan­der­aus­stel­lung im Vier­metz­hof des Ma­xi­mi­li­an­mu­se­ums die Le­bens­we­ge jü­di­scher Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus Baye­risch-Schwa­ben. Die Werk­schau ent­stand in Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen der Uni­ver­si­tät Augsburg, dem Jü­di­schen Mu­se­um, dem FC Augsburg und den Kunst­samm­lun­gen.

Von Bruno Stubenrauch

Heinz Landmann schießt für die Jugendmannschaft der PTGA im Spiel gegen München ein Tor. Augsburg, um 1935. (Bild: Sammlung Gernot Römer, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben)

Sport­ver­ei­ne bo­ten schon im 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­dert wich­ti­gen ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt – auch für Jü­din­nen und Ju­den in Augsburg und Re­gi­on. Mit der Macht­über­nah­me der Na­ti­o­nal­so­zi­a­li­sten 1933 en­de­te diese selbst­ver­ständ­li­che Teil­ha­be je­doch ab­rupt: Jü­di­sche Mit­glie­der wur­den sy­ste­ma­tisch aus ihren Ver­ei­nen aus­ge­schlos­sen. Zu­flucht bot oft nur noch die Pri­va­te Ten­nis­ge­sell­schaft Augsburg (PTGA), die bis zu­letzt einen ge­schütz­ten Raum für Ge­mein­schaft be­wah­ren konn­te.

Die Aus­stel­lung „Auf­ge­stellt und aus­ge­grenzt“ spürt die­sen Bi­o­gra­fi­en nach und blickt zu­gleich in die Ge­gen­wart. Am Bei­spiel des FC Augsburg wird the­ma­ti­siert, wie Sport­ver­ei­ne heu­te Ver­ant­wor­tung über­neh­men und Er­in­ne­rungs­kul­tur als fe­sten Be­stand­teil ihrer Ver­eins­ar­beit ver­an­kern.

Stu­den­ti­sches For­schungs­pro­jekt

Er­ar­bei­tet wur­den die In­hal­te im Rah­men eines Pra­xis­se­mi­nars von Stu­die­ren­den der Uni­ver­si­tät Augsburg in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit dem Jü­di­schen Mu­se­um und dem FC Augsburg, der für die Re­cher­chen sein Ver­eins­ar­chiv öff­ne­te. Die Schau wird ge­för­dert durch den PFiFF-Pool des Bun­des­li­ga e. V. so­wie den För­der­ver­ein des Jü­di­schen Kul­tur­mu­se­ums.

Er­ste Sta­ti­on der Wan­der­aus­stel­lung ist vom 11. Sep­tem­ber bis 15. No­vem­ber 2026 der Vier­metz­hof im Ma­xi­mi­li­an­mu­se­um (Fug­ger­platz 1). Der Ein­tritt ist frei. Kos­ten­lo­se öf­fent­li­che Füh­run­gen fin­den am 20. Sep­tem­ber, 13. Ok­to­ber und 15. No­vem­ber je­weils um 16:00 Uhr statt (An­mel­dung er­for­der­lich per E-Mail an emp­fang@jmaugs­burg.de oder te­le­fo­nisch unter 0821 513611).