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Donnerstag, 25.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Kunstsammlungen: Zeichner Paul Rietzl signiert Graphic Novel zur Ausstellung „Stiften gehen!“

Fiktive Bildergeschichten bringen den Alltag des Jahres 1521 in eine moderne Darstellungsform, die auch von einer pulverisierenden Metropole erzählt: Augsburg.

Eintauchen in das Alltagsleben von 1521 ermöglicht die Graphic Novel zur Ausstellung „Stiften gehen!“ im Maximilianmuseum. Zeichner Paul Rietzl signiert am Donnerstag, 11. November um 18.30 Uhr – Foto: © Susanna Friedla / Kunstsammlungen & Museen Augsburg

Es geht um Jakob, der eine Lehre antreten will und die Ordensfrau Katharina, die sich mit neuen Glaubensfragen und der Pest konfrontiert sieht. Im Rahmen der Ausstellung „Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht“ entstand auch eine Graphic Novel, die den Alltag im Jahr 1521  mit einer gezeichneten Bildergeschichte lebendig werden lässt. „Mit der Graphic Novel sollen wissenschaftliche Erkenntnisse um das Leben und Arbeiten in der „Fuggerzeit“ unterhaltsam ins Bild gebracht werden. Wie in der Ausstellung „Stiften gehen!“, werden hierbei nicht nur die glanzvollen Seiten der sogenannten „Goldenen Zeit“ in den Blick genommen, sondern auch die Schattenseiten und das Alltagsleben der Bürgerinnen und Bürger“, so Heidrun Lange-Krach zum Konzept.

Erforschung von historischen Text- und Bildquellen

Um das Jahr 1521 konzentrieren sich in der pulsierenden Metropole Augsburg wie in einem Brennglas weltweite Phänomene, die bis heute nachwirken. Um das Leben und Arbeiten damals möglichst historisch genau darzustellen, erarbeitete das Team, bestehend aus dem Zeichner Paul Rietzl, den Historikern Florian Dorn und Florian Dörschel, die Ordensschwester Hannah Rita Laue OP, sowie die Kuratorin der Ausstellung Dr. Heidrun Lange-Krach gemeinsam mit den Studierenden Christoph Hauptmann und Corinna Dewor fiktive Geschichten über das Leben in der Reichsstadt, wofür sie historische Text- und Bildquellen recherchierten und entdeckten.

Am morgigen Donnerstag, 11. November 2021 (18:30 Uhr), kommt nun Zeichner Paul Rietzl für eine Signierstunde in das Café des Maximilianmuseums. Zusammen mit Ausstellungs-Kuratorin Dr. Heidrun Lange-Krach wird er zur Entstehungsgeschichte des Buches, dem historische Forschungen zu Grunde liegen, berichten. Auch die Ausstellung „Stiften gehen!“ ist donnerstags bis 20 Uhr geöffnet.