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Freitag, 23.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Wie viel Meinungsfreiheit wagt der Staat?

Ronen Steinke zu Gast im „DenkRaum“

Ob Migration, Klimapolitik oder weltpolitische Konflikte: Selten wurde so intensiv über die Grenzen der Meinungsfreiheit gestritten wie heute. In Zeiten, in denen immer häufiger Ermittlungen wegen bloßer Worte im Netz oder im öffentlichen Raum geführt werden, stellt sich die drängende Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Meinungsäußerung und Strafbarkeit?

Von Bruno Stubenrauch

Bild: Flyer, Stadt Augsburg

Antworten darauf liefert der preisgekrönte Süddeutsche-Zeitung-Journalist und promovierte Jurist Ronen Steinke bei der kommenden Ausgabe der Gesprächsreihe „DenkRaum“ am Donnerstag, 29. Oktober um 19 Uhr im Moritzsaal.

Plädoyer für mehr Streitkultur in aufgeheizten Zeiten

Unter dem Titel „Meinungsfreiheit: Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“ geht Steinke in seinem jüngsten Buch und beim Vortrag in Augsburg der Frage nach, warum der Staat inzwischen politische Äußerungen sanktioniert, die noch vor wenigen Jahren selbstverständlich vom Grundgesetz gedeckt waren. Sein zentrales Plädoyer: Eine gefestigte Demokratie sollte gerade in krisenhaften Zeiten mehr Meinungsfreiheit wagen, anstatt zu versuchen, Menschen durch Verbote zu überzeugen.

Durch den Abend führt Ann-Kathrin Mittelstraß vom Bayerischen Rundfunk. Im Anschluss an das moderierte Gespräch sind die Teilnehmenden ausdrücklich eingeladen, eigene Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Der „DenkRaum“ ist ein gemeinsames Diskussionsformat des Friedensbüros der Stadt Augsburg, der Volkshochschule Augsburg, des Evangelischen Forums Annahof, des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben sowie des Staatstheaters Augsburg.


Auf einen Blick

  • Thema: „Meinungsfreiheit: Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“
  • Wann: Donnerstag, 29. Oktober, 19 Uhr
  • Wo: Moritzsaal, Moritzplatz 5, Augsburg
  • Tickets: online unter reservix.de für
    10 Euro, ermäßigt 6 Euro, zzgl. 2 Euro Servicegebühr und ggf. Versandkosten