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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Warnstreiks sorgen für Einschränkungen

Da die Verhandlung stagnieren und kein neuer Tarifvertrag in Sicht ist, kommt es am morgigen Dienstag auch in Augsburg zu Warnstreiks. Insgesamt muss für den morgigen Streiktag bei der Stadt Augsburg mit massiven Einschränkungen der öffentlichen Verwaltung sowie mit Schließungen von Ämtern und Dienststellen gerechnet werden. Verdi und Beamtenbund fordern sechs Prozent mehr Lohn und laufen damit gegen eine Wand.



Streiktag: Nur die Gelbe Tonne wird am Dienstag entleert (c) DAZ

Streiktag: Nur die Gelbe Tonne wird am Dienstag entleert (c) DAZ


„Die Arbeitgeberseite hat auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Große Bereiche der Beschäftigten und vor allem unserer Mitglieder sind angefressen und wollen ihrem Ärger über diese Respektlosigkeit Luft machen“, so Florian Böhme, Koordinator für die Tarifrunde Öffentliche Dienste bei ver.di Augsburg.

Im Öffentlichen Dienst kommt es deshalb bei der Stadt Augsburg am morgigen Dienstag, den 20. März zu erheblichen Einschränkungen bei Ämtern und Dienststellen. Der Parteiverkehr in den Bürgerbüros ist ebenso betroffen, wie die Müllabfuhr. Auch zahlreiche Kindertagesstätten werden bestreikt. Im Bürgeramt, in den Bürgerbüros und in der Ausländer- und Ordnungsbehörde findet keinerlei Parteiverkehr statt. Lediglich eine eingeschränkte telefonische Erreichbarkeit ist sichergestellt.

Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (aws) wird ebenfalls bestreikt. Ausgenommen davon sind Winterdiensteinsätze im Rahmen des Notdienstes zur Sicherung der kommunalen Räum- und Streupflicht. Die Leerung der Grauen, Grünen und Braunen Tonnen wird am Freitag, 23. März, nachgeholt. Die gelbe Tonne dagegen, die von einem privaten Dienstleister entleert wird, ist davon nicht betroffen. Keinen Einfluss wird der Streik auf die Leerungstage am Mittwoch und Donnerstag haben. Betroffen vom Warnstreik sind auch alle Wertstoff- und Servicepunkte sowie das Kundencenter am Elias-Holl-Platz. Ausgenommen vom Streik bei der Stadtreinigung sind Winterdiensteinsätze.

Auch muss mit Beeinträchtigungen in den Kundencentern der Stadtwerke (Königsplatz und Hoher Weg) sowie bei der telefonischen Erreichbarkeit gerechnet werden. Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten der swa in der gesamten Versorgungssparte bei Strom, Gas und Wasser und der Holding einschließlich der Kundencenter zum Streik aufgerufen. „Die sichere Versorgung bleibt gewährleistet, ein Notdienst wird eingerichtet. Der Nahverkehr ist nicht betroffen“, wie es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke heißt.

Ferner streiken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kunstsammlungen und Museen sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz (ABuK). Auch hier ist ein entsprechender Notdienst ausgenommen.


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