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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Warnstreik: 300 Klinikumsangestellte folgen Aufruf

Zirka 300 Mitarbeiter des Klinikums Augsburg befanden sich am vergangenen Montag im Streik

Klinikum Augsburg

Klinikum Augsburg


„Das ist deutlich mehr als wir erwartet haben“, sagte Stefan Jagel, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Augsburg. Der Warnstreik wurde zur Klärung von Differenzen bei der Auslegung der Notdienstvereinbarung um eine Woche verschoben. Die Streikbereitschaft wächst von Tag zu Tag, um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen durchzusetzen. An der Protestkundgebung vor dem Augsburger Rathaus sollen gar 400 Menschen teilgenommen haben. Ver.di hatte die Klinikmitarbeiter zum ganztägigen Arbeitskampf aufgerufen, weil der Vorstand des Klinikum Augsburg sich geweigert hatte, Tarifverhandlungen für die Entlastung des Klinikpersonals aufzunehmen. ver.di fordert eine Mindestpersonalausstattung, einen Belastungsausgleich und die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen.

Durch den Streik waren 13 von 32 Operationssäle geschlossen und etwa 200 von 1751 Krankenhausbetten betroffen. Eine Gefährdung der Patienten wurde durch eine Notdienstvereinbarung ausgeschlossen, die zwischen ver.di und dem Arbeitgeber abgeschlossen wurde. „Nicht alle die streiken wollten konnten sich am Streik beteiligen, um den Krankenhausbetrieb aufrecht zu erhalten. Sonst wäre die Beteiligung sicher noch höher gewesen. Die Beschäftigten wollen, dass sich die Arbeitsbedingungen endlich entscheidend verbessern“, so ver.di-Sekretär Jagel.

Verärgert zeigte sich Landrat Martin Sailer, der – wie die Süddeutsche berichtet – die Gewerkschaft beschuldigt haben soll, „die Umwandlung zur Uniklinik auf den letzten Metern zu gefährden“, da das Gesetz zur Umwandlung noch vom Landtag verabschiedet werden müsse.



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