Vom Schöpfen aus der Projektion der Wirklichkeit: „Drei“, der neue Film von Tom Tykwer
Gestern wurde von Michael Graeter in der Münchner „Abendzeitung“ das gewöhnlich gut gehütete Geheimnis um die wichtigsten Preisträger des Bayerischen Filmpreises gelüftet. Laut Graeter geht am morgigen Freitag der Preis für die beste Regie an Tom Tykwer für „Drei“, dessen Hauptdarstellerin Sophie Rois als beste Darstellerin ausgezeichnet werden soll. Jede andere Entscheidung in diesen beiden Kategorien wäre ohnehin ein Skandal. „Drei“ ist ein Film über Liebe, Moral und Abschiednehmen im vernarbten Berlin der Post-68er Genearation. Hanna und Simon, beide Mitte 40, sind seit 20 Jahren ein Paar und ohne das Wissen des jeweils anderen verlieben sich beide in den gleichen Mann. Am Ende steht ein möglicherweise funktionierendes Dreiecksverhältnis ins Haus, doch auf den Plot kommt es in Wirklichkeit nicht an.