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Freitag, 23.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

UNESCO: Peter Grab meldet sich zu Wort

Der ehemalige Kulturbürgermeister (2008-2014) der Stadt Augsburg hat sich in Sachen UNESCO zu Wort gemeldet. Peter Grab sitzt heute als Einzelstadtrat für die Wählervereinigung “WSA” im Augsburger Stadtrat.

Bürgermeister a.D. Peter Grab

Bürgermeister a.D. Peter Grab


In seiner Ägide als Kulturreferent entstand die Idee des Projekts. Nur 44.000 Euro habe die erste (bayerische) Bewerbungsstufe inklusive Begleitbuch gekostet, so Grab, der sich in einer Pressemiteilung erinnert: “Da ich als damaliger Kulturreferent keinen Euro aus dem städtischen Haushalt hierfür erhielt, haben Augsburger Sponsoren den kompletten Betrag zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu manch einem Stadtrat glaubten die finanziellen Förderer an den Erfolg und an den Mehrwert für die Stadt Augsburg. Dem schloss sich auch das Bayerische Umweltministerium an, indem es 2013 für die zweite (bundesweite) Bewerbungsrunde weitere 25.000 Euro beisteuerte. Von diesem Jahr an wurden die Protagonisten der Bewerbung, Martin Kluger und Götz Beck, außerdem durch einen hochkarätigen fast 30-köpfigen Beirat unterstützt – wofür ich den Segen des Stadtrats erhielt und nunmehr auch einen vergleichsweise bescheidenen Etat. All diese Förderer und Begleiter sollten Recht behalten und ihre Mühen belohnt werden, als die Kultusministerkonferenz 2014 der Stadt Augsburg die UNESCO-Statusfähigkeit bescheinigte und zur letzten Bewerbungsstufe einlud – auch noch erstaunlich schnell im Vergleich zu vielen anderen bis zu jahrezehntelangen Bewerbungen”, so Peter Grab, der darüber hinaus darauf hinweist, dass der deutsche Tourismusverband festgestellt habe, dass über 30 Prozent der Touristen in Deutschland sich an den Welterbestätten orientieren würden. Weshalb es nicht nachvollziehbar sei, dass auf der Zielgeraden, alles wieder in Frage gestellt werde so Grab. Das Störmanöver müsse auf alle Förderer und Unterstützer wie eine Ohrfeige wirken.

Hintergrund der Grab-Wortmeldung ist ein Schreiben der beiden Stadtdirektoren Josef Schwarz und Hermann Weber an Kulturreferent Thomas Weitzel. Die Stadtdirektoren warnen vor zu hohen Folgekosten und werden am kommenden Dienstagvormittag mit Weitzel diesbezüglich in eine Gesprächsrunde gehen, in der es nach Informationen der DAZ, um die Strukturen gehen soll, die die Stadt nach dem Erhalt des “Welterbetitels” erstellen sollte – und um die damit verbundenen Kosten.