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Donnerstag, 05.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Umweltamt bittet um Verzicht auf Heizpilze

Für das städtische Umweltamt sind Heizpilze und Heizstrahler elektrische Geräte, die keinen essentiellen Nutzen haben und obendrein zusätzliche Treibhausgasemissionen verursachen.



In der Augsburger Gastronomie sind mit Flüssiggas betriebene Heizpilze und elektrische Heizstrahler beliebt, um gegen kühle Abendtemperaturen im Frühling Abhilfe zu schaffen. Hans-Peter Koch, Leiter der Abteilung Klimaschutz im Umweltamt kritisiert: “Was vielleicht zur Gemütlichkeit beträgt, schadet in jedem Fall dem Klimaschutz.” So setzt ein Heizpilz bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer von 36 Stunden in der Woche jährlich bis zu vier Tonnen Kohlendioxid frei. Das entspricht dem Ausstoß eines Neuwagens mit durchschnittlichem Treibstoffverbrauch, der 25.000 Kilometer im Jahr fährt.

In Städten wie Hannover, Tübingen, Konstanz und Pforzheim, die wie Augsburg ein Klimaschutzprogramm umsetzen, sind Heizpilze deshalb schon von Wegen und Plätzen verbannt, in Berlin sind sie in fünf von zwölf Bezirken verboten.

Mehr im Internet:

» Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes (pdf)

» Klimaschutzberichte der Stadt Augsburg