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Mittwoch, 23.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Krieg gegen Ukraine

Ukraine: Close the Sky-Demonstration in Innenstadt

Ein Demonstrationszug mit zirka 100 Teilnehmern zog am gestrigen Mittwoch durch die Augsburger Innenstadt. Die meisten Demonstranten kamen aus der Ukraine und forderten eine umfassendere Luftabwehr für die Ukraine

Von Anastasia Lupak

Foto: privat

Zirka 100 Ukrainer versammelten sich spontan im Zentrum von Augsburg, um ihrer Empörung bezüglich eines weiteren russischen Terroranschlag auf die ukrainische zivile Infrastruktur Ausdruck zu verleihen. Der massive Raketenangriff gilt als größter seit der russischen Invasion. Am 15. November feuerten die Russen nach Angaben des Sprechers des Luftwaffenkommandos der Streitkräfte der Ukraine, Juri Ignat, etwa einhundert Raketen ab, welche auf kritische Infrastruktureinrichtungen gerichtet waren. Der Raketenangriff verursachte eine Unterbrechung der Wasser- und Stromversorgung auf fast dem gesamten Territorium der Ukraine.

Als Reaktion auf den Beschuss demonstrieren Ukrainer auf der ganzen Welt in Form von Aktionen – auch in Augsburg. Die Demonstration bestand aus einem Marsch durch das Zentrum der Stadt und einer Kundgebung der Teilnehmer in der Nähe des Versammlungszentrums der Ukrainer. Requisiten der Demonstranten waren Regenschirme als Symbol des Schutzes vor Bedrohungen aus der Luft und das Licht von Taschenlampen, sollten die Bedingungen verdeutlichen, unter denen die Bewohner der Ukraine heute leben.

Eingehüllt in ukrainische Flaggen forderten die Teilnehmer, den Luftraum über der Ukraine zu schließen, die Waffenlieferungen an die Ukraine zu erhöhen und Russland als terroristischen Staat anzuerkennen. „Wir werden nicht aufhören. Solange wir kämpfen, lebt die Ukraine. Wir sammeln uns wieder zu einem Demonstrationszug und fordern die Schließung des Himmels, die Lieferung von Waffen und die Anerkennung Russlands als einen Terrorstaat. Wir geben nicht auf. Wir sehen alles und können unsere Augen nicht davor schließen. Wir werden hier kämpfen, um die Menschen dort zu beschützen“, so der Kanon der Organisatoren.

Der CSU-Stadtrat Matthias Fink beteiligte sich an der Demonstration und hielt eine Rede, die live übersetzt wurde. Fink sprach über das Selbstverteidigungsrecht der Ukraine und dass die Zukunft der Ukraine im Kontext von Europa gesehen werden müsse. Fink zitierte dabei leicht abgewandelt aus der berühmten Rede von Ernst Reuter: „Völker dieser Welt, schaut auf dieses Land“ und erhielt dafür großen Applaus. Ähnliche Kundgebungen unter dem Motto «Close the sky» fanden in mehr als 50 Städten der Welt statt.