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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Theatersanierung: Bürgerwehr gegen Bürgerbegehren stellt sich vor

Bürger versus Bürger. So stellt sich derzeit das Szenario in Sachen Theatersanierung dar. Am gestrigen Mittwoch präsentierten sich die Köpfe der Initiative “Theatermodern” der Öffentlichkeit und stellten sich und ihre Ziele vor.

Initiative "Theatermodern", deren Köpfe sich für die schnelle Umsetzung der städtischen Pläne zur Theatersanierung engagieren

Initiative "Theatermodern", deren Köpfe sich für die schnelle Umsetzung der städtischen Pläne zur Theatersanierung engagieren: Ralf Rechert, Frank Mardaus, Ute Michallik, Christian Z. Müller, Klaus Vogelgsang, Felix Weinold, Renate Baumiller-Guggenberger (v.l.)


Knapp 5.000 Unterschriften habe man gesammelt für eine schnelle Umsetzung der “laufenden Planung”, wie in einem Offenen Brief der Initiative an OB Kurt Gribl formuliert wurde. Die Inhalte dieses Briefes unterstützen die Bürger, die derzeit die Unterschriftenlisten der Initiative unterzeichnen. Die Gruppe will das Feld der Argumente nicht allein den Sanierungskritkern überlassen, sondern die Augsburger für ihre Argumente “sensibilisieren”, wie der Gründer der Gruppe, Architekt Christian Z. Müller, erklärte. Auf ihrer Homepage wird die Initiative über ihre Herangehensweise und Denkungsart bezüglich der geplanten Theatersanierung berichten. Das rasche Zustandekommen von 5.000 Unterschriften mache deutlich, wie wichtig vielen Menschen ihr Theater sei, betonte der ehemalige kulturpolitische Sprecher der Augsburger SPD, Frank Mardaus, der die Auffassung vertritt, dass die Fragestellung des Bürgerbegehrens nach dem “Alles-oder-Nichts-Prinzip ausgerichtet sei. “Die Existenz des Theaters ist durch diese Formulierung extrem gefährdet.”

Die Gruppierung, die das Bürgerbegehren mit der Fragestellung “Sind Sie dafür, dass die Stadt Augsburg die Sanierung des Theaters trotz angespannter Haushaltslage über Neuerschuldung finanziert?” angezettelt hat, hielt sich gestern bezüglich ihrer gesammelten Unterschriften bedeckt. “Wir werden jetzt einfach das Unterschriftensammeln professionalisieren müssen und uns um eine Versachlichung der Diskussion bemühen”, so Kurt Idrizovic auf Anfrage.