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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Streit um Flugplatzheide: ÖDP fordert Konzept für schützenswerte Flächen

Die Augsburger ÖDP fordert, dass in Augsburg ein systematisches Verfahren eingeführt wird, das alle Flächen im Stadtgebiet ermittelt, die einen hohen ökologischen Schutzwert wie die Flugplatzheide besitzen, aber noch nicht unter Landschafts- oder Naturschutz stehen.

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Pflanzenwelt der Flugplatzheide Fotos: DAZ


Im Streit um die geplante Bebauung der Haunstetter Flugplatzheide haben die Gegner der Bebauung alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft. „Leider sind inzwischen alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die naturschutzfachliche Entwertung dieser Flächen zu verhindern. Damit geht ein weiteres Stück wertvollen Lebensraumes in Augsburg unwiederbringlich verloren“, so ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger in einem Schreiben an Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl.

Christian Pettinger

Christian Pettinger


Die Bayerische Staatsregierung plant auf dem Gelände der Flugplatzheide in Haunstetten die Errichtung einer Wohnanlage für bleibeberechtigte Geflüchtete. Dagegen hat sich neben den Naturschutzverbänden auch die ÖDP Augsburg ausgesprochen. Ungeachtet der breiten Gegnerschaft hält der Freistaat an der Bebauung fest. „Für mich hat die Staatsregierung keinerlei ernsthafte Bereitschaft erkennen lassen, den bewiesenermaßen hohen naturschutzfachlichen Wert der Flugplatzheide anzuerkennen und ein alternatives Baugrundstück für ihr Bauvorhaben zu suchen. Damit ist wieder einmal ein wertvoller Lebensraum zum Untergang verurteilt.“ So ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger, der nun eine Wiederholung dieses Vorgangs für die Zukunft erschweren möchte. Pettinger reichte einen Antrag an Oberbürgermeister Kurt Gribl ein: Die Verwaltung soll in einem systematischen Verfahren unter Beteiligung der Naturschutzverbände alle Flächen im Stadtgebiet ermitteln, die einen ähnlich hohen ökologischen Wert wie die Flugplatzheide besitzen, aber noch nicht unter Landschafts- oder Naturschutz stehen. Nach der Erfassung der in Frage kommenden Flächen solle, so Pettinger, ein Konzept erarbeitet werden, das diese Flächen vor einer zukünftigen Bebauung schützt. “Nur wenn wir jetzt konsequent alle noch verbliebenen ökologisch wertvollen Flächen auch tatsächlich unter Schutz stellen, haben wir eine Chance, sie gegen den weiter wachsenden Siedlungsdruck wirksam verteidigen und damit für die Nachwelt erhalten zu können.“



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