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Montag, 02.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Streik: Noch keine Entwarnung im Nahverkehr

Noch keine Entwarnung gibt es bei der Tarifauseinandersetzung im kommunalen Nahverkehr. Ein unbefristeter Streik ist nach Angaben von Hans Blöchl von ver.di Augsburg “immer noch viel wahrscheinlicher als eine Einigung”.

Warnstreik Februar 2009

Warnstreik Februar 2009


Die Verhandlungen am 2. März zwischen ver.di und den Arbeitgebern im Nahverkehr sind ergebnislos abgebrochen worden. Die Angebote der Arbeitgeber reichen der Gewerkschaft bei weitem nicht aus, um eine Einigung zu erzielen. “Wir sind noch weit davon entfernt, einen Kompromiss zu haben”, so Blöchl in einer gestrigen Pressemitteilung von ver.di. Insbesondere die Arbeitgeberforderung nach Arbeitszeitverlängerung von 38,5 auf 40 Wochenstunden habe die Verhandlungen unnötig belastet.

“Enormer Nachholbedarf”

“Die Fahrerinnen und Fahrer und die Schichtarbeiter in der Infrastruktur stehen sowieso schon unter erheblichem Druck – eine Arbeitszeitverlängerung ohne entsprechenden Ausgleich ist überhaupt nicht vorstellbar”, meint Blöchl. Für kommenden Samstag sind noch einmal Gespräche anberaumt, deshalb wurde die ursprünglich für den 5. bis 9. März vorgesehene Urabstimmung ausgesetzt.

Laut ver.di wird es beim kommunalen Nahverkehr keine Einigung wie beim Öffentlichen Dienst der Länder geben. Dazu sind die Voraussetzungen zu unterschiedlich, die Belastungen sind viel größer. Auch der Nachholbedarf bei der Lohnentwicklung ist enorm. Wenn am Samstag nichts mehr geht, müssen die Augsburger ab Ende nächster Woche mit einem unbefristeten Streik bei Bussen und Bahnen rechnen.

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