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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Stempflesee: Wie giftig ist der Lösch?

Bei der Sanierung des Stempflesees hat man bei Wegbauarbeiten rund um den Stempflesee großflächig Lösch gefunden

Lösch am Wegrand des Stempflesees (c) DAZ

Lösch am Wegrand des Stempflesees (c) DAZ


Der „Augsburger Lösch“ ist vermutlich Schlacke, die bei der Verbrennung von Steinkohle zur Gasgewinnung entstanden ist. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden auf diese Weise Unmengen an Verbrennungsrückständen, die „Lösch“ genannt wurden. Eine Art grobkörnige und schwarze Schlacke, die an erkaltete Vulkanasche erinnert und im schlimmsten Fall mit giftigen Stoffen kontaminiert ist. Lösch wurde bis in die 70er Jahre als Wegebaumaterial verwendet, auch für die zahlreichen Wege im Augsburger Stadtwald, der zum Trinkwasserschutzgebiet der Stadt gehört.

Nach Informationen der DAZ wurden Proben des Lösch rund um den Stempflesee vom Umweltamt eingeholt, um nach heutigen Methoden die Beschaffenheit des Materials zu überprüfen. Sollte nach der Beurteilung des Amtes ein Schadstoffwert überschritten werden, müsste das Gelände von diesem Material entsorgt werden. Nächste Woche ist mit einem Ergebnis zu rechnen, wie es hieß. Die Sanierungsarbeiten begannen Anfang September und sollten bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Die Stadt investiert nach derzeitigem Planungsstand knapp 370.000 Euro für das Projekt, das von der Stadtsparkasse mit 120.000 Euro unterstützt wird. Sollte der Waldboden rund um den Stempflessee von dem Lösch-Material entsorgt werden müssen, kämen weitere Kosten auf die Stadt zu. Für eine städtische Stellungnahme war am späten Mittwochabend niemand mehr zu erreichen.



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