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Mittwoch, 20.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Stempflesee: CSU-Fraktion begrüßt Planüberarbeitung

Bernd Kränzle

Bernd Kränzle


Seit 2007 setzt sich die CSU verstärkt für die Sanierung des Stempflesees ein und sorgte 2008 mit einem Antrag dafür, dass die Verwaltung an die Planung ging. „Doch eine Rodung hatten wir nie im Sinn“, stellt der Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle klar. Der Antrag ging auf eine Initiative des ortsteilzuständigen CSU-Stadtrats Ralf Schönauers zurück, in der Fraktion verantwortlich für Herrenbach-Spickel, Wolfram- und Schäfflerbachviertel. Bei den Haushaltsberatungen 2013 setzte sich seine Fraktion dafür ein, „dass in den Haushalt die notwendigen Mittel eingestellt werden, um diese wichtige Augsburger Erholungsoase zu sanieren – Bäume zu fällen zählt definitiv nicht dazu“.

Der CSU gehe es außerdem um mehr Sicherheit für die Besucher und darum, die Trinkwasservorkommen im Siebentischwald besser zu sichern. „Das lässt sich alles bestens miteinander vereinbaren“, erklärt Kränzle. Das Problem: Zahlreiche Schwäne und Enten werden durch (eigentlich verbotene) Fütterungen angelockt und verschmutzen das Wasser mit ihren Exkrementen, es reichern sich zu viele Nährstoffe im Wasser an. Die Folge: Der See „kippt“.

Es muss also zweifellos etwas getan werden, aber der Baumbestand muss so weit wie irgend möglich geschont werden, wie Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) öffentlich erklärt. Die nach der aktuellen Planung notwendigen Eingriffe gehen da zu weit, nun muss neu geplant werden. Die Sanierung ist gestoppt, bis der Umweltausschuss erneut über die Art der Sanierung entschieden hat. „Werden von Bürgern Vorschläge für die Art der Sanierung unterbereitet, werden diese geprüft und zusammen mit den städtischen Sanierungsvorschlägen dem Umweltausschuss zur Entscheidung vorgelegt“, so Umweltreferent Rainer Schaal (CSU).

Gribl und Schaal betonen, „dass mit allen Sanierungsvarianten und -vorschlägen erreicht werden muss, dass im Stempflesee keine weitere Nährstoffanreicherung erfolgt und die Ufer gesichert werden“. Außerdem sei es klares Ziel, in den Baumbestand nur im absoluten Notfall einzugreifen und diese Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus ist ein Erörterungstermin für fachlich Beteiligte und die Öffentlichkeit geplant, bevor sich der Umweltausschuss erneut mit dem Stempflesee befasst. „Die CSU-Fraktion begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich“, so Kränzle abschließend.