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Freitag, 08.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Sportausschuss befürwortet Friedensmarathon

Der Sportausschuss hat am gestrigen Mittwoch einstimmig einen Bericht zum Friedensmarathon zustimmend zur Kenntnis genommen. Damit ist die für August 2010 erstmals geplante Veranstaltung auf einem guten Weg.

Der Eklat in der Stadtratssitzung vom Januar ist vergessen. Für die Grüne Stadträtin Martina Wild befindet sich das geplante Großereignis zum Friedensfest nun auch verwaltungsmäßig auf dem richtigen Weg. Die Grünen hatten damals kritisiert, dass der privat initiierte Friedensmarathon nicht zuvor in den Ausschüssen war, bevor er von Kultur- und Sportreferent Peter Grab im Stadtrat präsentiert wurde.

Grab wollte diesen Vorwurf allerdings auch gestern nicht auf sich sitzen lassen. Zwischen den ersten Gesprächen zwischen Initiatoren und Stadtspitze im Dezember 2008 und der Stadtratssitzung im Januar habe es keinen Sitzungstermin des Sportausschusses gegeben und damit auch keine Möglichkeit zur Vorberatung. Die gestrige Ausschusssitzung war die erste im neuen Jahr. Wertvolle Zeit sei durch das Procedere verloren gegangen, die den Initiatoren möglicherweise fehle, da Marathonläufer ihre Wettbewerbe lange vorher planen.

2000 Teilnehmer

Unisono begrüßten die Stadträte aller Fraktionen das ehrenamtliche Engagement der Initiatoren. Man merke, dass “viel Herzblut dahinter” stecke, so Peter Uhl (CSU). Karl Heinz Englet (PRO Augsburg) wünschte den Initiatoren “viel Glück” und empfahl die Gründung einer GmbH zur Haftungsbegrenzung und zur Gewinnung von Sponsoren als Vertragspartner. Auch Liselotte Grose (SPD) riet zur Haftungsbegrenzung, die ehrenamtlich tätigen Initiatoren dürften privat “nicht draufzahlen”, falls sich der Erfolg der Veranstaltung nicht einstelle.

2000 Teilnehmer streben die Organisatoren für den Marathon an, so Wolfgang Hosp von der vierköpfigen Initiatorengruppe. 1200 bis 1500 Helfer werden dazu nötig sein. Hier setzen die Veranstalter auf das Engagement der Augsburger und der verschiedenen Unterstützerorganisationen. Mit den Kirchen habe man schon positive Gespräche geführt, auch mit Pax Christi. Als nächstes stehen Kontaktaufnahmen mit muslimischen und israelitischen Gemeinden an, ebenso mit dem Bündnis für Augsburg.

Von normalen Laufveranstaltungen wird sich der Friedensmarathon vor allem durch seine 42 Meilensteine des Friedens und durch Friedensstaffeln unterscheiden. Der Kurs soll an Gotteshäusern und Einrichtungen aller Religionen vorbeiführen. Auch eine Marathon-Messe ist geplant, auf der sich die Unterstützerorganisationen präsentieren können. Das Projekt muss nun noch in den Kulturausschuss (30. März) und im April in den Stadtrat. Der Vertrag zwischen den Veranstaltern und der Stadt soll im Mai geschlossen werden.