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Sonntag, 27.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

SPD und AWO gedenken Augsburger Widerstandskämpfern

Gedenkfeier am Grabmal Bebo Wagers auf dem Westfriedhof

Am Grabmal von Bebo Wager: Klaus Kirchner, Ulrike Bahr und Dr. Linus Förster (v.l.)

Am Grabmal von Bebo Wager: Klaus Kirchner, Ulrike Bahr und Dr. Linus Förster (v.l.)


Jedes Jahr am 12. August finden sich Vertreter der Augsburger SPD, der AWO Augsburg und Schwaben und Angehörige ehemaliger Augsburger Widerstandskämpfer zusammen. Wenn um 17 Uhr die Turmglocke schlägt, gedenken sie Bebo Wager, der am 12. August 1943 genau um 17 Uhr als führendes Mitglied der süddeutschen Widerstandsgruppe „Revolutionäre Sozialisten“ von der nationalsozialistischen Justiz hingerichtet wurde.

Warnung vor rechtsradikaler Gefahr

In diesem Jahr sprachen die SPD-Vorsitzende Ulrike Bahr und der Landtagsabgeordnete Dr. Linus Förster die Gedenkreden. Für die Arbeiterwohlfahrt Augsburg und Schwaben erinnerte Klaus Kirchner an Bebo Wager, aber auch an andere Augsburger Widerstandskämpfer. Ulrike Bahr mahnte angesichts der letzten NPD-Veranstaltungen in Augsburg, die rechtsradikale Gefahr nicht zu unterschätzen und Linus Förster forderte einen europaweiten Kampf gegen nationalistische und neofaschistische Politik.

An der Gedenkfeier nahmen u.a. der Bundestagsabgeordnete Heinz Paula als Vorsitzender des Bündnis für Menschenwürde, Bezirksrat Wolfgang Bähner und die Stadträte Ulrich Wagner, Dieter Benkard und Gertrud Lehmann teil. Die SPD Augsburg-Land wurde vom Fraktionsvorsitzenden Herbert Wöhrlein vertreten.