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Mittwoch, 27.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Revolution im Thalia

Ein Roadmovie Richtung Osten ist „Trans Bavaria“ – die Darsteller der drei Nestflüchtlinge Quirin, Joker und Wursti sind am Sonntag zusammen mit Regisseur Konstantin Ferstl bei der Premiere im Thalia-Kino zu Gast.

Seit er denken kann, hadert der 19-jährige Quirin mit dem Schicksal, das ihn, die Grundregeln jeder Rebellenbiographie missachtend, als Sohn zweier liberaler Pädagogen in Niederbayern zur Welt kommen ließ. Soeben vom Staat mit den besten Noten ins Leben entlassen, ist er drauf und dran, den brotlosesten Beruf zu ergreifen, den Bayern zu bieten hat: Revolutionär. Gemeinsam mit seinen beiden Freunden Joker und Wursti bricht er nach dem Abitur in einem gestohlenen Metzgereitransporter zu seinem ganz persönlichen Jakobsweg auf. Ziel ist der Rote Platz in Moskau, wo er sich vom ergrauten Trainingsanzug-Guerillero Fidel Castro berufliche Ratschläge holen will. Im Gepäck haben sie lediglich einen Kasten Spezi und eine unbrauchbare Landkarte. Eine abenteuerliche Reise beginnt…

Drei Darsteller und der Regisseur dieses schrägen Filmplots sind am kommenden Sonntag, 8. Juli ab 18 Uhr zu Gast im Thaliakino (Obstmarkt 5), wo der Film „Trans Bavaria“ Premiere feiert. Die drei nach Moskau reisenden Ausreißer Marcel Despas (Quirinalis), Lukas Schätzl (Joker) und Johannes Damjantschitsch (Wursti) werden also persönlich Fragen beantworten, Regisseur Konstantin Ferstl wird Auskunft geben über seinen Film mit den autobiographischen Zügen, der beim Festival in Hof laut Süddeutscher Zeitung „bejubelt“ wurde. Die (fast) alles nachsehenden und immer verständnisvollen Eltern werden übrigens gespielt von Ottfried Fischer und Johanna Bittenbinder. 127 Minuten dauert der Film übers „Weggehen und Ankommen.“