Presseclub: Publikum bezweifelt Ostermaiers Rückkehr
Schwer überbrückbare Gegensätze waren für das Publikum im gestrigen Augsburger Presseclub erkennbar, als es um die Differenzen zwischen Kulturreferent Peter Grab und Albert Ostermaier, dem bisherigen Organisator des abc-Festivals ging.
Wie Presseclub-Gast Peter Grab am Nachmittag bereits im Kulturausschuss vorgetragen hatte, waren die Fördermittel des Freistaats für das Festival „Augsburg-Brecht-Connected“ auf eine maximal drei Jahre befristete Anschubfinanzierung begrenzt. Die Förderung sei jetzt ausgelaufen. Neue Fördermittel seien nur für ein neues Konzept zu erwarten. Ein solches Konzept habe er von Ostermaier eingefordert. Der wollte nach Aussage von Peter Grab jedoch zuerst eine Blanko-Vertragsverlängerung. „Absolut unüblich“, so Grab unter Hinweis auf seine langjährige Erfahrung als Citymanager. Trotz mehrmaliger mündlicher und schriftlicher Bitte habe Ostermaier bis heute kein Konzept vorgelegt. Folglich gab es für ihn auch keinen neuen Vertrag.
In der Folge erlebte Augsburg einen schmollenden und nachtretenden Albert Ostermaier. Augsburg selbst geriet unter schweren „Provinz“-Verdacht. Überregionale Presseberichte tauchten auf, in denen Kulturpolitiker im Allgemeinen und Peter Grab im Speziellen verrissen wurden. Für Grab eine neue Erfahrung, wie er gestern im Presseclub, der von Alois Knoller (AZ) und Buchhändler Kurt Idrizovic moderiert wurde, mitteilte. Getroffen habe ihn vor allem, dass ihm nicht gemachte Aussagen wie „Kultur muss sich rechnen“ in Zitatform unterstellt worden seien, obwohl kein Vertreter der überregionalen Medien jemals mit ihm gesprochen habe.
