ÖDP-Stadtrat Pettinger kritisiert Umgang mit Hochtrassen-Antrag für Linie 5
Die Debatte um innovative Lösungen für den Augsburger Nahverkehr erreicht die politischen Gremien – allerdings nicht so, wie es sich der Antragsteller erhofft hatte. ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger kritisiert im Vorfeld der kommenden Sitzung des Bauausschusses am 12. Februar den Umgang mit seinem Vorstoß zur Prüfung einer Hochtrasse für die Linie 5.
Von Bruno Stubenrauch
Schwebetram (Symbolbild)
Pettinger hatte vorgeschlagen, für die kritischen Kreuzungsbereiche der Ackermannstraße mit der B17 und der Kriegshaberstraße eine Hochführung der Schienenwege prüfen zu lassen. Ziel ist es, durch eine vergleichende Machbarkeitsstudie der Stadtwerke zu klären, ob eine solche Hochtrasse gegenüber dem aufwendigen Umbau von Rampen und Brücken Kosten sparen oder höhere Fördergelder generieren könnte.
Verärgert zeigt sich der Stadtrat darüber, dass sein Antrag lediglich als „mündlicher Bericht“ des Baureferenten auf der Tagesordnung steht, statt zur förmlichen Abstimmung gestellt zu werden. Pettinger spricht davon, dass das Thema so „vom Tisch gewischt“ werden solle, ohne dass den Räten vorab ein schriftlicher Bericht zur Vorbereitung vorlag.
Die DAZ hatte bereits unter dem Titel „Nahverkehrs-Visionen: Vom Bodenpersonal in die Lüfte“ über die grundsätzliche Idee berichtet, den ÖPNV in Augsburg durch Brückenlösungen oder Hochtrassen zu beschleunigen. Während die Visionen einer „schwebenden Bahn“ medial für Aufsehen sorgten, scheint die Verwaltung im Rathaus die Pläne nun auf direktem Weg in die parlamentarische Ablage befördern zu wollen. Eine weitere Behandlung des Themas ist für die Stadtratssitzung am 26. Februar vorgesehen.
