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Montag, 04.03.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

Nach Edeka-Schließung: Stadt prüft Nahversorgung für Bewohner beim Schwaben-Center

Nach Bekanntwerden der Schließung des Edeka-Marktes im Schwabencenter habe das Wirtschaftsreferat der Stadt „mit unserem Wirtschaftsreferenten Dr. Wolfgang Hübschle“ umgehend verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie der Wegfall der Nahversorgung vor Ort kompensiert werden könne. So die Kernaussage einer CSU-Pressemitteilung von heute.

Hochhäuser beim Schwabencenter © Eva Streit

„Auf dieser Grundlage erarbeitet die Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg derzeit mit einem inhabergeführten Kaufmann eine Alternativlösung, dass Lebensmittel vorab bestellt und zu bestimmten Zeiten dann im Center zur Abholung ausgegeben werden können“, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

„Nach Rücksprache der Wirtschaftsförderung mit dem Team vom „Wohnzimmer im Schwabencenter“ betrifft die Edeka-Schließung schwerpunktmäßig einen kleinen Personenkreis mit sehr eingeschränkter Mobilität, die den Weg zu benachbarten Versorgungsstandorten nicht mehr bewältigen können. So könnte das „Wohnzimmer“ als sozialer Treffpunkt künftig als Bestell- und / oder Ausgabestelle für die bestellten Waren fungieren, was wiederum den Treffpunkt stärkt und den Kontakt zwischen den Bewohner/innen schafft. Details werden in den nächsten Wochen gemeinsam zwischen der Wirtschaftsförderung, dem Kaufman und dem „Wohnzimmer im Schwabencenter“ erarbeitet, so dass bis zur Schließung von Edeka eine alternative Grundversorgung für diese Menschen bereitsteht,“ erläutert Stadtrat Ralf Schönauer.

Für die Zukunft sei geplant, dass die bestehende Einkaufspassage durch eine sinnvolle Komprimierung der Verkaufsfläche, der gezielten Ergänzung mit weiteren Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten und einer umfassenden gestalterischen Aufwertung wieder zu einem modernen und zukunftsfähigen Nahversorgungsstandort ausgebildet werden soll. „Das Entwicklungspotential des Einzelhandelsstandorts Schwaben-Center soll genutzt werden, um die Funktion als Nahversorgungszentrum nachhaltig wiederherzustellen und in ein attraktives Stadtteilzentrum zu entwickeln. Dafür setzen wir uns als CSU-Fraktion ein und unterstützen unseren Wirtschaftsreferenten!“, so CSU-Fraktionschef Leo Dietz.