Muse, Mutter, Matriarchin: Frauenbilder im Fokus
Zum Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März, laden die Kunstsammlungen & Museen Augsburg bei freiem Eintritt zu einem facettenreichen Sonderprogramm ein. Zwischen 11 und 17 Uhr rücken im Römerlager im Zeughaus, im Maximilianmuseum, im Schaezlerpalais und in der Kunsthalle im Glaspalast Frauenbilder unterschiedlicher Epochen in den Mittelpunkt.
Von Bruno Stubenrauch
Nur wenige Künstlerinnen konnten in den vergangenen Jahrhunderten von ihrer Kunst leben. Eine davon war Angelika Kauffmann, deren Bild „Klio, Muse der Geschichtsschreibung“ von 1770/75 im Schaezlerpalais zu sehen ist. (Bild: © KMA)Im Fokus stehen Fragen nach Rollenbildern, Klischees und künstlerischen Zuschreibungen: Wie wurde das „schöne Geschlecht“ inszeniert? Welche Handlungsspielräume hatten Frauen in Kunst, Gesellschaft und Wirtschaft? Und welche Spuren hinterließen sie in Augsburgs Industrie- und Handwerksgeschichte? Vier Führungen und drei Vorträge – darunter zwei in ukrainischer Sprache – nähern sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven.
Ein Schwerpunkt liegt auf barocken Darstellungen zwischen Macht und Ohnmacht. Kuratorin Julia Quandt beleuchtet anhand mythologischer und biblischer Motive, wie Gewalt und Begehren in der Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts ästhetisiert und erzählt wurden. Weitere Beiträge widmen sich Frauen in der römischen Antike, ukrainischer Kunst sowie prägenden Künstlerinnen wie Angelika Kauffmann, deren Werk im Schaezlerpalais zu sehen ist.
Das Programm verbindet historische Tiefenschärfe mit aktueller Perspektive – und lädt dazu ein, vertraute Bilder neu zu betrachten.
Muse, Mutter, Matriarchin
Programm zum Internationalen Frauentag
- Wann: Sonntag, 8. März 2026, 11 bis 17 Uhr
- Wo: Römerlager im Zeughaus, Maximilianmuseum, Schaezlerpalais, Kunsthalle im Glaspalast
- Führungen: Vier Führungen und drei Vorträge
- Eintritt: frei
- Mehr: detaillierte Programmübersicht