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Samstag, 17.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Mehrere Demonstrationen für besseren ÖPNV und sichere Fahrradwege in Augsburg angekündigt

Verkehrswende-Aktivisten fordern an mehreren Terminen während der Augsburger „Radlwoche“ stärkere Veränderungen im Verkehrsraum und haben deshalb mehrere Demonstrationen angemeldet. Die Demonstrationen nehmen dabei den Mobilitätsplan der Stadt Augsburg aufs Korn.

Foto: DAZ-Archiv

Die Stadt Augsburg veranstaltet parallel zur Radlwoche das 2. Mobilitätsforum on Tour als Beteiligungsformat zur Entwicklung des Augsburger Mobilitätsplans. Die Verkehrswendeaktivisten kritisieren dabei die fehlende Umsetzung von Projekten für ein sicheres Radwege- und Fahrradstraßennetz, für entschärfte Kreuzungen und für klimafreundliche Mobilität, um das Fahrradfahren in Augsburg langfristig attraktiv und sicher und somit zu einer echten Alternative zum Autoverkehr zu machen.

Deshalb veranstaltet die Initiative einige Demonstrationen, die konkret an die Termine zum Augsburger Mobilitätsplan anknüpfen. Sie fordern „echte Veränderungen und die Umsetzung von Sofortmaßnahmen wie Fahrradstraßen, die diese Bezeichnung verdienen, den ÖPNV-Ausbau und klimafreundliche Mobilität für alle“, wie es in einem Statement heißt.

Den 16. September haben die Aktivisten als Auto-Frei-Tag ausgerufen, da sie für autofreie Innenstädte und mehr autofreie Zonen rund um Kindergärten und Schulen demonstrieren. So soll in der Bahnhofstraße an diesem Tag von 15 bis 18 Uhr gezeigt werden, wie eine autofreie Bahnhofstraße aussehen könnte und wie die Gruppierung die Innenstadt gerne überall erleben würde. Die Kundgebung findet in der Nähe der Veranstaltung zur autoarmen Innenstadt der Stadt Augsburg zum Mobilitätsplan am Königsplatz statt, da gezeigt werden soll, was von der Stadt gefordert wird.

In diesem Zusammenhang wollen die Aktivisten auch in der Früh von 7 bis 8 Uhr vor dem Neusäßer Schulzentrum und in der naheliegenden Unterführung mit einer Pop-Up-Fahrradstraße für sicheres Fahrradfahren und ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept rund um das Schulzentrum demonstrieren. Anschließend soll von 9:30 bis 12 Uhr in der Hallstraße eine temporäre autofreie Zone geschaffen werden, um für sichere Schulwege und sicheren Aufenthaltsraum für Schüler statt Parkplätze und Autofahren zu demonstrieren.

Zudem ist dieser Tag der internationale Aktionstag „Parking Day“, an dem demonstriert werde, wie Parkplätze öffentlichen Raum einnehmen und wie diese Flächen anderweitig genützt werden könnten.

Am 21. September ruft die Initiative dazu auf, mit dem Fahrrad vom Messezentrum symbolisch über die Bundesstraße B17, entlang einer geforderten Schnellbuslinie, zur Forumsveranstaltung zum Mobilitätsplan am Park&Ride in Oberhausen Nord zu fahren, um ihre Forderungen zum ÖPNV-Ausbau vorzubringen. Nach einem Aufenthalt zum Einbringen ihrer Forderungen wollen sie um 16 Uhr von Oberhausen Nord P&R mit dem Rad weiter zum Bahnhof Gersthofen fahren, um für den Straßenbahnausbau nach Gersthofen zu demonstrieren, um zu zeigen, dass der ÖPNV-Ausbau auch über die Stadtgrenzen von Augsburg hinaus für Pendler wichtig sei.

Am darauf folgenden Tag, dem 22. September, wollen die Aktivisten demonstrativ vom Forum zum Mobilitätsplan, das am Vormittag auf dem Göginger Wochenmarkt stattfindet und Mobilität im Viertel behandelt, zum am Nachmittag in Hochzoll stattfindenden Forum zum Mobilitätsplan am Zwölf-Apostel-Platz fahren und dabei für den Ausbau des Straßenbahnnetzes in die jeweiligen Stadtteilen demonstrieren.

Starten wollen sie um 12 Uhr in Göggingen. Bei allen Veranstaltungen sollen auch Unterschriften für den Radentscheid Bayern, ein Volksbegehren für besseren Radverkehr in Bayern, gesammelt werden. „Wir sammeln für das Radbegehren, denn wir brauchen klare landesweite Gesetzgebungen für den raschen Ausbau der Fahrradinfrastruktur“ so Florian Lenz. Für weitere Informationen, auch über das von den Aktivisten entwickelte Verkehrskonzept, weisen sie auf die Homepage www.verkehrswende-augsburg.de hin.