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Donnerstag, 16.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Kulturbeirat steht

Am gestrigen Mittwoch wählten zirka 140 anwesende Teilnehmer einer städtischen Wahlveranstaltung im Rathaus fünf Mitglieder des Kulturbeirats, der somit als 10-köpfiges Gremium komplett ist und sich in den kommenden Wochen kostituieren wird.

„Die offenere Beteiligung kulturinteressierter Bürgerinnen und Bürger soll einen ganzheitlichen Blick auf das Augsburger Kulturgeschehen gewährleisten und die breitgefächerten Interessen, Wünsche und Erfahrungen der Kulturszene repräsentieren. Durch die gute Vernetzung dieser Vertreter können Meinungen der Stadtgesellschaft auch Eingang in grundsätzliche Entscheidungen des Stadtrates finden“, so Kulturreferent Thomas Weitzel im Vorfeld dieser Wahl. Moderiert wurde das Wahlverfahren von Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit.

Um einen möglichst breiten Querschnitt der kulturinteressierten Stadtgesellschaft abzubilden, aber auch um handlungsfähiger zu sein, besteht der Kulturbeirat künftig nur noch aus zehn Mitliedern. Im gehören je ein Vertreter der Universität/Hochschule, Theater, Stadtjugendring und Runder Tisch der Religionen sowie der Stadtheimatpfleger für kulturelle Belange an. Hinzu kommen nun die fünf kulturinteressierte Bürger, die gestern in einem absurden Wahlverfahren für zwei Jahre gewählt wurden. Die Geschäftsführung des Kulturbeirats hat Kulturamtsleiterin Elke Seidel inne.

Im Februar 2013 wurde erstmals in Augsburg ein Kulturbeirat aus über 20 Vertretern der Kulturszene gegründet. Er hatte die Aufgabe, den Stadtrat und den Kulturausschuss in kulturellen Fragen zu beraten. Auch sollte er die Zusammenarbeit der politischen Mandatsträger mit kulturellen Organisationen, Einrichtungen und Kulturschaffenden fördern sowie das gegenseitige Verständnis stärken. Unter der Ägide Grab war der Kulturbeirat nur bedingt funktionsfähig. Zum Aufgabenspektrum des Kulturbeirats gehört ferner, die reiche Erfahrung seiner Mitglieder unter Berücksichtigung der gesamten, vielfältigen Augsburger Kulturlandschaft einzubringen und für die politischen Vertreter nutzbar zu machen.

Foto: (v.n.r.) Die gewählten Bürger des Kulturbeirats: Sebastian Lübeck, Korbinian Grabmeier, Peter Bommas, Michael Grau, Christoph Simija