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Dienstag, 15.10.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Kommunalwahl 2020: Eva Weber wird mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen zur OB-Kandidatin der CSU nominiert

Mit 97 Prozent (3 Gegenstimmen) wurde Eva Weber am Montagabend im Ofenhaus des Gaswerks zu OB-Kandidatin der CSU gekürt.

Eva Weber Foto © Bernd Zitzelsberger

In einer programmatischen Rede schilderte die nun auch offiziell von der CSU als Nachfolgerin für Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl gesetzte Kandidatin die Herausforderungen und Chancen für die Stadtgesellschaft. – OB Dr. Kurt Gribl sprach in seiner Rede davon, dass Eva Weber die besten Grundlagen für das Amt habe: „Mit ihrer Erfahrung, Kompetenz, Verbindlichkeit und Seriosität wird sie Augsburg weiter voranbringen“, so Gribl.

Diese Themenkomplexe will Weber in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes rücken: 

Mobilität: Mit einem eigenen Referat soll ab der kommenden Legislaturperiode der Mobilitätsmix der Stadt gestaltet werden. „Wir brauchen Mobilität aus einem Guss und aktives Management“. Die Zuständigkeiten sollen in einem Referat gebündelt werden und so neue Schlagkraft erhalten. 

Bürgerbeteiligung: Eigene Bezirksausschüsse sollen die repräsentative Demokratie stärken und gleichzeitig der Teilhabe vor Ort neues Gewicht geben. „Diese Stadtteilparlamente, wie ich sie auch nenne, werden eine neue Nähe zwischen Bürgern und der Stadt und ein ganz neues Teilhabeniveau erzeugen“. In der Landeshauptstadt München und z.B. Ingolstadt bestehen bereits Bezirksausschüsse, die als Bindeglied zwischen Stadtrat und Zivilgesellschaft mehr und bessere Teilhabe ermöglichen sollen. „Ich hoffe, dass wir durch spürbare politische Arbeit vor Ort auch bei jungen Leuten die Begeisterung für Demokratie wecken“. 

Wohnen: Bauen und Bauen ermöglichen – mit diesen Grundparametern ihrer Wohnpolitik legt Eva Weber auch einen besonderen Fokus auf neue Wohnformen, Genossenschaftsprojekte und den sozialen Wohnungsbau. Die Wohnbaugruppe Augsburg soll in der kommenden Legislaturperiode 1.000 neue bezahlbare Wohnungen bauen. Eine starre Quote für den sozialen Wohnungsbau befürwortet Weber nicht. Sie plädiert für “Sozialwohungsbau nicht mit der Gießkanne, sondern fachlich qualifiziertem Blick für passgenaue Lösungen”. 

Klima: Ein Mitmachprogramm für Bürgerinnen und Bürger soll dazu anregen, dass neues Grün in der Stadt entsteht und Klimaschutz vor Ort beginnt. “Ich will, dass wir als Großstadtpartei Klimapolitik zu unserem Thema machen”, so Weber. “Keine Verbote. Keine Regulierung. Sondern Angebote. Damit alle den ihnen möglichen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz leisten können”. Dabei soll darauf geachtet werden, dass der Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem starke Berücksichtigung findet. 

In vier Werkstattgesprächen im Juli 2019 wird die nun nominierte OB-Kandidatin der CSU mit den Vertretern der Ortsverbände und vielen Unterstützern aus den Stadtteilen ins Gespräch gehen und mit Ihnen gemeinsam ein detailliertes Wahlprogramm erarbeiten. Mit dem “#TeamEva” wird ein Unterstützer-Team gegründet, das sich aus Engagierten und Unterstützern aus allen Teilen der Stadtgesellschaft zusammensetzen soll.



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