DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Montag, 06.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Königsplatz-Umbau: Grüne nehmen FDP unter Beschuss

Die beiden Vorstandssprecher der Augsburger Grünen, Melanie Klees und Matthias Strobel, bezeichneten in einer gemeinsam verfassten Pressemitteilung die Pro-Tunnel-Position der Augsburger FDP als „Verkehrspolitik der 60er Jahre“.

„Mit der Unterstützung für einen Tunnel unter dem Königsplatz gefährdet die Augsburger FDP den Umbau von Königsplatz und Hauptbahnhof“, so Klees und Strobl. Die FDP wolle für Innovationen stehen, vertrete aber in „Wirklichkeit die Autofahrer- und Tunnellobby“. Das sei Verkehrspolitik der 60er Jahre. Die FDP und ihre Vorsitzende Miriam Gruß stelle sich damit gegen Senioren, Menschen mit Behinderung, Familien und generell alle Nutzer des ÖPNV, für die es endlich ein einfaches und komfortables Umsteigen am Kö und am Hauptbahnhof geben müsse.

„Falsche Grafik wirbt für die Verkehrspolitik der 60er“: Grafik auf der Homepage der FDP Augsburg

„Falsche Grafik wirbt für die Verkehrspolitik der 60er“: Grafik auf der Homepage der FDP Augsburg


Die Augsburger FDP greife auf ihrer Homepage auf die Grafik der „Tunnelbefürworter“ zurück. Eine Grafik, die von der „Architekten Initiative Augsburg“ als „falsch“ dargestellt worden sei. Damit stelle sich die Augsburger FDP gegen das Projekt Mobilitätsdrehscheibe, ohne einen einzigen zukunftsfähigen Vorschlag für einen besseren ÖPNV in Augsburg einzubringen, so die die beiden Grünen Vorstandssprecher.

Auf ihrer Homepage wirbt die Augsburger FDP nicht nur mit der „falschen“ Grafik der Initiatoren des Tunnelbegehrens, sondern auch mit deren Argumentationslinie. Mit einem Tunnel müsse nicht die ganze Innenstadt umgebaut werden, so die FDP, außerdem werde der Kö für Fußgänger durch einen Tunnel sicherer, da der Verkehr unterirdisch fließe und somit mehr Platz für den Öffentlichen Nahverkehr entstehe. Zusätzlich verringere der Tunnel die Lärmbelästigung und überflüssige Ampeln fielen weg.