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Mittwoch, 08.06.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Gesellschaft und Gerechtigkeit

Klimacamp: Augsburger Justiz ist politisch

Die Augsburger Staatsanwaltschaft sorgte und sorgt bundesweit durch Aktionismus mit fragwürdigen Hausdurchsuchungen bei Klimaaktivisten sowie mit rechtswidrigen Aktionen in der Vergangenheit (Bilderbeschlagnahmung im Fall Gurlitt, Hausdurchsuchung AZ) für negative Schlagzeilen und schwere Irritationen bei den Betroffenen.

Demonstration gegen den offenbar willkürlichen Aktionismus der Staatsschutzabteilung der Augsburger Justiz – © DAZ

Unter allen Staatsanwaltschaften europäischer Städte ist der Wikipedia-Artikel zur Augsburger Staatsanwaltschaft der längste. Er besteht der Länge nach aus 75 Prozent öffentlicher Kritik. Betroffene Aktivisten des Klimacamps Augsburg haben am heutigen Freitag auf einer Pressekonferenz zu ihren Fällen Stellung bezogen und dem Augsburger Staatsschutz politisches Handeln unterstellt. Besonders willkürlich und überzogen wirken die zeitgleichen Hausdurchsuchungen bei der Schülerin Janika Pondorf (damals 15 Jahre alt) und Ingo Blechschmidt  sowie kürzlich bei Alexander Mai. Janika Pondorf erlitt in der Folge eine posttraumatische Belastungsstörung und wurde monatelang stationär behandelt. Die staatlichen Übergriffe wurden nun vom Klimacamp dokumentiert und öffentlich gemacht. Unter diesem Link sind die Erläuterungen der Aktivisten zu finden: https://www.pimmelgate-süd.de/kreide/