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Mittwoch, 28.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

JE SUIS CHARLIE

Der barbarische Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo hat weltweit eine Welle der Bestürzung ausgelöst. Europaweit haben sich Menschen in den Zentren ihrer Städte versammelt, um sowohl ihre Trauer zu zeigen als auch gegen Fundamentalismus und für uneingeschränkte Meinungsfreiheit zu demonstrieren.



Auch in Augsburg trafen sich am gestrigen Donnerstagabend zirka 200 Menschen am Königsplatz, um ihrer Solidarität und dem Gedenken der Opfer des Pariser Anschlags Ausdruck zu verleihen. Aufgerufen hatte dazu der „Verein der französischsprachigen Familien in Augsburg“ (AFF). An der Kundgebung nahmen auch zahlreiche Stadträte und Bürgermeisterin Eva Weber teil. Corinne Lemmer, Vorsitzende des AFF sagte: „Jetzt müssen alle, die keinen Hass wollen, alle die Gewalt verabscheuen, zusammenstehen – egal was sie sonst trennen mag.” Via Pressemitteilung äußerte sich der der Vorsitzende des Dachverbands türkische Vereine Augsburg e.V. ( DTA ), Zafer Keles: „Das Attentat in Paris erschüttert und schockiert uns”, so Keles anlässlich des Anschlags von schwerbewaffneten Angreifern auf die Pariser Büros des Satire-Magazins “Charlie Hedbo”. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und weitere verletzt. Keles weiter: „Das Ziel solcher Gewalttaten, egal von wem sie ausgehen und an wen sie sich richten, ist die Zerstörung des gesellschaftlichen Friedens. Umso wichtiger ist es, dass wir geschlossen auf diese schockierende Tat reagieren, damit die Angreifer ihr Ziel nicht erreichen können. Wir verurteilen diesen grausamen Anschlag aufs Schärfste. Wir drücken den Familien der Verstorbenen sowie der französischen Gesellschaft unser Beileid aus.”

Das Attentat wurde auch vom Integrationsbeirat der Stadt Augsburg scharf verurteilt. Dazu der Vorsitzende, Tugay Cogal: „Die Meinungsfreiheit und die freie Presse sind Grundpfeiler unserer Demokratie. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund wissen um deren Bedeutung. Wir dürfen auf diese Errungenschaften stolz sein und wir müssen sie gemeinsam verteidigen. Nichts kann den Anschlag der Terroristen rechtfertigen, nichts entschuldigt die hinterhältige Mordtat in Paris.“