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Samstag, 11.06.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Grünes Licht für Ausbau der A8 nach Ulm

Der Bund hat grünes Licht zum Ausbau der A8 zwischen Ulm und Augsburg nach dem Betreibermodell gegeben. Die Autobahndirektion Südbayern hat daraufhin gestern das Vergabeverfahren gestartet.

Endlich kommt er: der seit vielen Jahren geforderte sechsstreifige Ausbau der Autobahn A8 zwischen Augsburg und Ulm. Mit Spitzenbelastungen von bis zu 90.000 Fahrzeugen pro Tag ist dieser Streckenabschnitt besonders stark befahren. Das Bauvolumen für die 41 Kilometer lange Ausbaustrecke beträgt 305 Millionen Euro. Die gesamte Konzessionsstrecke ist 58 Kilometer lang, da bereits Teilstrecken ausgebaut sind. Die Vergabe der Konzession soll Ende 2010 erfolgen. Bauzeit wäre dann von 2011 bis 2014.

Ebenso wie schon der Ausbau zwischen Augsburg und München erfolgt auch der Ausbau nach Ulm als privatwirtschaftliches Betreibermodell. Dabei werden für eine Konzessionslaufzeit von 30 Jahren einer privaten Projektgesellschaft der sechsstreifige Ausbau, der Betriebsdienst und die später anfallenden Erhaltungs- bzw. Sanierungsarbeiten sowie die Finanzierung des Ganzen übertragen. Als Gegenleistung erhält der Konzessionsnehmer eine Anschubfinanzierung aus dem Bundeshaushalt sowie die in diesem Abschnitt anfallende LKW-Maut.

„Hausaufgaben gemacht“

Bundesweit erstes Pilotprojekt für dieses Modell war die A8 zwischen Augsburg und München, die Ende 2010 fertig sein wird. In einer zweiten Tranche plant der Bund weitere acht Projekte nach dem A-Modell (Realisierungsmodell für den Ausbau von Bundesautobahnen von in der Regel vier auf sechs Fahrspuren). „Auch in der zweiten Tranche sind wir wieder die ersten, die das Projekt umsetzen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und konnten daher heute das Vergabeverfahren umgehend starten“, stellte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heraus.