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Donnerstag, 28.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Generation AUX fordert Neustart für Augsburgs Festivalpolitik

Die Diskussion um die Zukunft des Modular-Festivals ist für Generation AUX Anlass, die gesamte Augsburger Festival- und Event­landschaft grund­legend zu hinter­fragen. In einer Presse­mit­teilung fordert die Gruppie­rung eine strate­gische Neuauf­stellung der Kultur- und Festival­politik – und warnt davor, lediglich bestehende Strukturen zu verwalten.

Von Bruno Stubenrauch

Symbolbild

„Ein einfaches ‚Weiter so‘ reicht nicht mehr aus“, erklärt Stadtrat Raphael Brandmiller. Die Krise vieler Festivals bundesweit müsse Augsburg als Chance begreifen, um Kultur­formate, Förder­struk­turen und Ver­anstal­tungs­orte neu zu denken. Den ange­kündigten Rückzug des Stadt­jugend­rings aus der Veran­stalter­rolle beim Modular-Festival bezeichnet Generation AUX dabei als nach­vollziehbar.

Jugendkultur, Festivals und Gaswerk neu denken

Im Zentrum der Forderungen steht eine stärkere Trennung unter­schied­licher Aufgaben­bereiche. Jugend­kultur müsse wieder stärker auf Betei­li­gung und niedrig­schwellige Angebote ausge­richtet werden, während große Festivals pro­fessio­nelle und wirt­schaft­lich tragfähige Strukturen benötigten. Gleich­zeitig fordert die Gruppie­rung eine transpa­rentere Kultur­för­derung mit verläss­licher Planungs­sicher­heit für Ver­anstalter.

Besondere Bedeutung misst Generation AUX dem Gaswerk-Areal zu. Dieses solle als dauerhafte Kultur- und Kreativ­infra­struktur weiter­ent­wickelt werden. Christoph Elwert, lang­jähriger Festival­leiter von Modular und Kultur­experte der Gruppierung, fordert dafür ein „Plug-&-Play“-Prinzip mit verbes­serter technischer Aus­stattung, guter Erreich­bar­keit und flexiblen Nutzungs­möglichIkeiten.

Warnung vor einem „Festival-Gap-Jahr“

Sebastian Karner von Generation AUX warnt vor einem möglichen „Festival-Gap-Jahr“ 2027. Augsburg brauche weiterhin ein großes identi­täts­stiftendes Festival­format. Nun müsse zeitnah geklärt werden, wie dieses künftig aussehen könne und wer die Ver­an­stalter­rolle übernehme.

Generation AUX versteht die aktuelle Debatte nach eigenen Angaben als Einladung an die Stadt­politik, die Augsburger Kultur- und Festival­land­schaft langfristig krisen­fester und zukunfts­fähig aufzustellen.