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Montag, 23.01.2023 - Jahrgang 15 - www.daz-augsburg.de

Gedenktag für die Opfer des NS-Regimes

Die Stadt Augsburg richtet öffentliche Gedenkveranstaltung in einem neuen Format aus

Auschwitz ist zum Symbol für die Schoa, den millionenfachen Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden, die Ermordung Hunderttausender Sinti und Roma sowie unzähliger weiterer Menschen durch die Nationalsozialisten geworden. Im Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers. Das Datum der Befreiung, der 27. Januar, wurde 1996 von Deutschland und 2005 von den Vereinten Nationen zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des NS-Regimes erklärt. Gemeinsam mit vielen in der Friedens- und Erinnerungsarbeit engagierten Initiativen, Vereinen und Partnern begeht die Stadt Augsburg diesen Gedenktag 2023 in einem neuen Format, nachdem in den zurückliegenden beiden Jahren Corona-bedingt nur digitale Veranstaltungen durchgeführt werden konnten.

Bericht erinnerungskulturell engagierter Initiativen

Die Gedenkstunde zum Holocaust-Gedenktag beginnt um 14:30 Uhr auf dem Rathausplatz, wo Mitglieder der erinnerungskulturell engagierten Initiativen über ihre ehrenamtliche Arbeit und die Schicksale einiger Augsburger NS-Opfer und informieren. Der zweite Veranstaltungsteil findet im Unteren Fletz am Gedenkraum für die ermordeten Augsburger Jüdinnen und Juden, statt.

Vorstellung von Forschungsprojekten zu Opfer-Biografien

Neben Beiträgen der Initiativen, Grußworten von Oberbürgermeisterin Eva Weber, der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg, des Zentralrats der Jenischen sowie der Nachfahren jüdischer Augsburger Familien, stellen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums bei St. Anna und des Stetten-Instituts hier ihre Forschungsprojekte zu den Biografien von NS-Opfern vor.

Interpretation traditioneller jenischer Lieder

Musikalisch wird die Gedenkveranstaltung vom Trio Manou begleitet, das aus dem Sänger Mano Trapp, der Cellistin Heidrun Schlegel und dem Gitarristen Manuel Westphal besteht. Die drei Musiker widmen sich seit 2020 insbesondere dem deutschsprachigen Jazz der 1930er -1940er Jahre. Sie interpretieren dabei auch traditionelle jenische Lieder, die oftmals Verfolgung und Ausgrenzung der Gruppe zum Thema haben.

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Mitveranstalter der Gedenkveranstaltung:

Israelitische Kultusgemeine Augsburg-Schwaben, VVN-BdA Augsburg, ErinnerungsWerkstatt Augsburg, Stolperstein-Initiative für Augsburg und Umgebung, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Evangelisches Forum Annahof, Zentralrat der Jenischen, Regionalverband der Sinti und Roma Schwaben, Gegen Vergessen – Für Demokratie, Augsburger Friedensinitiative, Pax Christi.