Freie Wähler fordern kostenlose Kurzparkzonen
Der OB-Kandidat der Freien Wähler, Hannes Aigner, setzt sich gemeinsam mit seiner Partei für die Wiedereinführung kostenloser Kurzparkzonen in der Augsburger Innenstadt ein. Vorgeschlagen wird eine Parkdauer von bis zu 30 Minuten – angelehnt an die frühere „Semmeltaste“.
Von Bruno Stubenrauch
Ziel sei es, die Innenstadt alltagstauglich zu halten, den Einzelhandel zu stärken sowie medizinische und soziale Angebote im Zentrum besser erreichbar zu machen, so Aigner. Der OB-Kandidat verweist darauf, dass kurze Erledigungen wie Arztbesuche, Apothekengänge oder kleine Einkäufe ohne lange Parkplatzsuche möglich sein müssten.
Die Abschaffung der Semmeltaste im Jahr 2022 sei mit der damaligen Stärke des Einzelhandels begründet worden. Angesichts zunehmender Geschäftsaufgaben und Insolvenzen zeige sich heute jedoch ein anderes Bild. Statt über Zwischennutzungen bei Leerständen zu diskutieren, müsse an den Ursachen angesetzt und die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessert werden.
ÖPNV keine gleichwertige Alternative zum Auto
Kritisch sieht Aigner zudem die aktuelle Verkehrssituation. Der öffentliche Nahverkehr sei nicht überall eine gleichwertige Alternative zum Auto, Radwege teils unsicher. Kostenlose Kurzparkzonen könnten für mehr Fluktuation sorgen und damit Handel und Dienstleistungen im Zentrum stabilisieren.
Unterstützung erhält Aigner aus den eigenen Reihen: Stadtrat Fritz Stütz verweist auf positive Erfahrungen aus anderen bayerischen Städten und sieht Vorteile für Kundenfrequenz und Anwohner. Stadtratskandidat Jürgen Marks kritisiert die Abschaffung der Semmeltaste als nachteilig für Senioren und Handel und fordert eine „handelsfreundlichere Verkehrspolitik“ für Augsburg.
