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Dienstag, 10.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Freie Wähler fordern kostenlose Kurzparkzonen

Der OB-Kandidat der Freien Wähler, Hannes Aigner, setzt sich gemeinsam mit seiner Partei für die Wieder­einführung kostenloser Kurzpark­zonen in der Augs­burger Innen­stadt ein. Vorge­schlagen wird eine Parkdauer von bis zu 30 Mi­nuten – angelehnt an die frühere „Semmeltaste“.

Von Bruno Stubenrauch

Ziel sei es, die Innenstadt alltags­tauglich zu halten, den Einzelhandel zu stärken sowie medizinische und soziale Angebote im Zentrum besser erreichbar zu machen, so Aigner. Der OB-Kandidat verweist darauf, dass kurze Erledigungen wie Arztbesuche, Apothekengänge oder kleine Einkäufe ohne lange Parkplatzsuche möglich sein müssten.

Die Abschaffung der Semmeltaste im Jahr 2022 sei mit der damaligen Stärke des Einzelhandels begründet worden. Angesichts zunehmender Geschäfts­aufgaben und Insolvenzen zeige sich heute jedoch ein anderes Bild. Statt über Zwischen­nutzungen bei Leerständen zu diskutieren, müsse an den Ursachen angesetzt und die Erreich­bar­keit der Innenstadt verbessert werden.

ÖPNV keine gleichwertige Alternative zum Auto

Kritisch sieht Aigner zudem die aktuelle Verkehrs­situation. Der öffentliche Nahverkehr sei nicht überall eine gleichwertige Alternative zum Auto, Radwege teils unsicher. Kostenlose Kurz­park­zonen könnten für mehr Fluktuation sorgen und damit Handel und Dienst­leistungen im Zentrum stabili­sieren.

Unterstützung erhält Aigner aus den eigenen Reihen: Stadtrat Fritz Stütz verweist auf positive Erfahrungen aus anderen bayerischen Städten und sieht Vorteile für Kunden­frequenz und Anwohner. Stadtrats­kandidat Jürgen Marks kritisiert die Abschaffung der Semmeltaste als nachteilig für Senioren und Handel und fordert eine „handels­freund­lichere Verkehrs­politik“ für Augsburg.