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Samstag, 28.05.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

FCA stellt sich in Gladbach dumm an

Der FC Augsburg verliert gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:2 und hängt somit auf dem prekären 16. Tabellenplatz fest.

Am 22. Spieltag konnten die bayerischen Schwaben im Borussia-Park nur in den ersten 30 Minuten auf Augenhöhe mithalten. Danach fügten sich die Augsburger in die spielerische Überlegenheit der Gladbacher, deren Tore Koné (30.), Hofmann (46.) und Benesbaini (67.) erzielten. Für den FCA trafen Iago (55.) und Finnbogason in der Nachspielzeit.

In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften forsch und mutig nach vorne und kreierten Torchancen hüben wie drüben. Das 1:0 fällt nach einer Kombination wie im Training: Plea wird rechts schön freigespielt und kann in aller Ruhe knapp vors Tor flanken, wo Koné nicht die geringste Mühe hat, das Leder mit dem Kopf ins Tor zu lenken. Danach bekam die Borussia immer mehr Oberwasser, ohne dabei groß Abschlüsse zu generieren.

„So ist der Fußball, so ist das Leben“

Für die zweite Halbzeit habe man sich viel vorgenommen, sagte André Hahn nach dem Spiel in ein Sky-Mikrofon, doch dann fiel nach 26 Sekunden das 2:0 für Gladbach. Wie bereits bei der 1:0 Führung war dabei die komplette Augsburger Abwehr indisponiert: Nach einem einfachen Doppelpass kommt Bensebaini zu einem Rückpass von der Grundlinie. Der Ball kommt zu Jonas Hofmann, der völlig freistehend direkt einnetzt (46.).

Als in der 55. Minute der Anschlusstreffer des FCA fiel (Iago), konnte man aus Augsburger Sicht etwas Hoffnung schöpfen, doch der FCA agierte im Anschluss zu zerfahren, um Gladbach in Gefahr zu bringen. Folgerichtig erhöhten die Gladbacher auf 3:1. Und wieder kombinierten sich die Borussen durch die Augsburger Abwehr wie in einem Trainingsspiel, sodass Rami Bensebaini wiederum mit dem Kopf leichtes Spiel hatte (67.).  Nach diesem Treffer schraubte der FCA seine Bemühungen etwas nach oben, doch unterm Strich war Gladbach dem vierten Tor näher als der FCA dem erneuten Anschlusstreffer, der doch noch fallen sollte. Doch Finnbogasons Kiste (90+3) kam viel zu spät, um noch etwas zu bewirken.

Was kann Pepi?

Und erneut muss nüchtern festgehalten werden, dass Augsburgs 16,4-Millionen-Neuzugang Ricardo Pepi nach seiner Einwechslung jedwede Bundesligatauglichkeit vermissen ließ. „So ist Fußball, so ist das Leben“, sagte am Ende ein frustrierter Rafal Gikiewicz in einem anderen Zusammenhang: Die Leistungen der Augsburger bleiben schwankend. Phasenweise stellt sich der FCA in der Rückwärtsbewegung richtig dumm an. Die Innenverteidigung sowie die Sicherung Sechserräume bleibt zu fehleranfällig.

Am kommenden Samstag ist in der WWK Arena Christian Streich mit seinen Freiburger Kickern zu Gast (15.30 Uhr.).