Medici
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA steht in Gladbach mit dem Rücken zur Wand

Am heutigen Samstag (15.30 Uhr) steht der FC Augsburg am 32. Spieltag der Fußballbundesliga mit dem Rücken zur Wand.

Von Siegfried Zagler

Sollte der FCA in Mönchengladbach verlieren, stehen die Zeichen auf Sturm, da die letzten beiden Partien gegen Dortmund und Hoffenheim ganz schwer zu gewinnen sind. Auf dem Papier ist Borussia Mönchengladbach im Schlusssprint gegen den Abstieg also der leichteste FCA-Gegner, zumal die Augsburger in den letzten sieben Spielen gegen die Fohlen vier Mal gewannen und nur einmal ohne Punkte das Feld verließen.

Das Hinspiel in Augsburg gestaltete der FC Augsburg nach einem Grottenkick gegen eine schwache Borussia mit 1:0 siegreich. Erstmalig saß damals Augsburgs aktueller Chef-Trainer Manuel Baum auf der Trainer-Bank. Für die Gladbacher stehen nach dem Freitagsspiel (Köln schlägt Bremen 4:3) die Aktien auf einen Platz, der in die Europa League führt, wieder gut. Ein deutlicher Sieg gegen den FCA und Dieter Hecking ist mit seinen Borussen wieder mittendrin im Kampf um den lukrativen Platz sechs, der direkt nacht Europa führt.

Bei einem Sieg wäre der FCA wohl gerettet

Dem FCA sind die Luxusprobleme der Gladbacher allerdings „wurscht“. Er steht mit dem Rücken zur Wand und das Wasser würde den Augsburgern bis zum Hals stehen, falls sie ohne Punkte vom Borussia-Park an den Lech zurückkehren sollten. Anders sähe es bei einem Sieg aus. Dann hätten die Brechtstädter 38 Punkte auf dem Konto und wären mit großer Wahrscheinlichkeit gerettet. Sicher wäre in diesem Fall der Angriff der Ingolstädter abgewehrt, da sie bei einem FCA-Sieg die Augsburger nicht mehr überholen könnten.

Klare Ansage oder wieder eine unausgewogene Baum-Tüftelei?

Am vergangenen Spieltag zeigte der FCA in seinem Heimspiel gegen den HSV seine beste Saisonleistung, weshalb man FCA-Trainer Baum zureden sollte, eben mit dieser Startmannschaft auch in Gladbach zu beginnen. Mit Caiuby und Bobadilla wären die besten Angreifer der Augsburger einsatzbereit. Bis auf Moravek und Koo könnte FCA-Trainer Baum somit fast wieder aus dem Vollen schöpfen – vorausgesetzt der Augsburger Coach tüftelt nicht wieder eine unausgewogene Idee in die Mannschaftsaufstellung hinein.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 33 27-03-03 91:24 (+67) 84
2.FC Schalke 04 33 17-09-07 52:37 (+15) 60
3.Borussia Dortmund 33 15-10-08 63:44 (+19) 55
4.1899 Hoffenheim 33 14-10-09 63:47 (+16) 52
5.Bayer 04 Leverkusen 33 14-10-09 55:42 (+13) 52
6.RB Leipzig 33 14-08-11 51:51 (0) 50
7.Eintracht Frankfurt 33 14-07-12 45:44 (+1) 49
8.VfB Stuttgart 33 14-06-13 32:35 (-3) 48
9.Borussia Mönchengladbach 33 13-08-12 46:50 (-4) 47
10.Hertha BSC 33 10-13-10 41:40 (+1) 43
11.FC Augsburg 33 10-11-12 43:44 (-1) 41
12.Werder Bremen 33 09-12-12 35:39 (-4) 39
13.Hannover 96 33 10-09-14 42:51 (-9) 39
14.1. FSV Mainz 05 33 09-09-15 37:50 (-13) 36
15.SC Freiburg 33 07-12-14 30:56 (-26) 33
16.VfL Wolfsburg 33 05-15-13 32:47 (-15) 30
17.Hamburger SV 33 07-07-19 27:52 (-25) 28
18.1. FC Köln 33 05-07-21 34:66 (-32) 22
Der FC Augsburg muss auch in Gladbach mit einfachen Mitteln und über den Kampf in die Partie finden. Entscheidend für einen erfolgreichen Fischzug dürfte die Bearbeitung von Lars Stindl sein. Der torgefährliche Spielgestalter und Angreifer gehört aktuell zu den besten Spielern der Liga und ist für die Gladbacher unersetzlich. Gelänge es den Augsburgern, Stindl aus dem Spiel zu nehmen, würde dieser Schachzug die Chancen auf einen Dreier deutlich erhöhen.

An den FCA-Fans dürfte es nicht liegen

Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Der FCA stand in dieser Saison auch deshalb in der Kritik, weil nach einem guten Match meist ein Kick mit einer Katastrophenhalbzeit folgte. Nicht unbedingt optimistisch stimmt auch die hohe Zahl der bereits 4-fach mit Gelb belasteten Spieler (Hitz, Gouweleeuw, Janker, Max, Verhaegh, D. Baier, Ji), die bei einer gelben Karte im heutigen Spiel nächste Woche gegen Dortmund nicht mitspielen dürften. Ob der FCA seine Heimspiel-Form gegen den HSV zu konservieren und wirkungsvoll in Gladbach auf den Platz bringen kann, ist die Frage, die seit vergangenem Sonntag für die Augsburger Fußball-Fans im Raum steht. 1.400 Gladbach-Auswärtstickets wurden in Augsburg verkauft. Das Heimspiel gegen Dortmund ist bereits ausverkauft. In Hoffenheim werden wohl 3.000 Augsburger den FCA unterstützen. An den Fans dürfte es also nicht liegen, falls das unaussprechliche tatsächlich geschehen sollte.

Die Stimmung im ganzen Team sei wieder spürbar positiver, denn alle hätten nach dem Sieg gegen den HSV Selbstvertrauen getankt. „Jeder trainiert mit mehr Lächeln als zuvor“, resümiert FCA-Trainer Baum die Trainingswoche nach dem HSV-Spiel. „Keinen Millimeter nachlassen“ dürfe man nach dem FCA-Kantersieg gegen Hamburg, so die Parole von Manager Stefan Reuter, der darauf hofft, dass ein furioses FCA-Saisonfinale seine kritikwürdige Kaderplanung in ein positiveres Licht stellt.

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten:

Leverkusen: (36 Punkte): Ingolstadt (A), Köln (H), Hertha (A).

Augsburg: (35 Punkte): Mönchengladbach (A), Dortmund (H), Hoffenheim (A).

Mainz: (33 Punkte): Hamburg (A), Frankfurt (H), Köln (A).

Wolfsburg: (33 Punkte): Frankfurt (A), Mönchengladbach (H), Hamburg (A).

Hamburg: (33 Punkte): Mainz (H), Schalke (A), Wolfsburg (H).

Ingolstadt: (29 Punkte): Leverkusen (H), Freiburg (A), Schalke (H).



Suche in der DAZ

  

DAZ Archiv

Dezember 2018
M D M D F S S
« Nov    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  
Malzeit
300 Millionen
Buergerbueros