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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Management hätte sich zusammen mit Baum selbst freistellen müssen

Die FCA-Verantwortlichen haben sich entschieden, zusammen mit Manuel Baum unterzugehen. Das ist die späte Erkenntnis einer grauenvollen englischen Woche.

Kommentar von Siegfried Zagler

Aus Sicht der Verantwortlichen ist das eine nachvollziehbare Entscheidung. Nachvollziehbar deshalb, weil sich Reuter, Hofmann und Co. zusammen mit Baum gleich selbst freistellen hätten müssen. Schließlich haben sie sich dafür entschieden, in der Winterpause trotz offensichtlicher Angriffsprobleme für 1,5 Millionen nur Moritz Leitner zu verpflichten. Ein Leichtgewicht wie Leitner aber schafft es (wie alle Neuzugänge, außer Hinteregger) nicht ansatzweise, den FCA zu verstärken. Wie alle Neuzugänge dieser Saison sind die Neuen mehr Belastung denn Verstärkung. Das gilt auch für Trainer Manuel Baum, der aus der zweitbesten Abwehr der Liga eine Schießbude gemacht hat und die bereits unter Dirk Schuster erkennbaren Offensivschwächen nicht abstellen konnte.

Kurzum: Die FCA-Verantwortlichen reden von „Vertrauen in Manuel Baum“, weil diese Lösung für sie komfortabler ist, als sich zu einer Reihe von Fehlentscheidungen zu bekennen. Die Prognose ergibt sich demnach von selbst: Der FCA fügt sich nach fünf erfolgreichen Bundesligajahren in einen Abwärtstrend, der mit Baum und einer bis ins Mark verunsicherten Mannschaft entstanden ist und mit der heutigen Entscheidung den Abstieg in die Zweite Liga besiegelt. „Wohl besiegelt“, sollte man sagen, denn im Fußball ist alles möglich. Unmöglich dagegen scheint es, dass sich der FCA endlich von seinem kommunikativen Schmierentheater verabschiedet, das die Verantwortlichen in Augsburg für Öffentlichkeitsarbeit halten.



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