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Freitag, 19.04.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

FCA kommt gegen Stuttgart über ein Unentschieden nicht hinaus

Der FC Augsburg kommt in der ausverkauften WWK-Arena gegen den VfB Stuttgart über 1:1-Unentschieden nicht hinaus. Das Tor des FCA erzielte vor 30.660 Zuschauern Beljo (8.). Für den VfB Stuttgart war Endo erfolgreich (78.). 

FCA-Trainer Maaßen baut seine Startelf im Vergleich zum Auswärtsspiel gegen Leipzig (2:3) auf zwei Position um: Für den formschwachen Gumny spielt Demirovic. Für den gelb-rot-gesperrten Gouweleeuw kommt Vargas in die erste Elf. Mit der gewohnten 4-4-2-Formation gegen den Ball versuchen die Augsburger ein weiteres Freitagabendspiel siegreich zu gestalten. Mit Ball wechseln die Augsburger zur Dreierkette.

Und der FCA legt gleich los wie die Feuerwehr. Es läuft rund bei den Augsburgern, die das Spiel offensiv angehen und in den ersten 10 Minuten Ball und Gegner laufen lassen. Und somit einen agileren Eindruck machen, als die Schwaben vom Neckar. In der 8. Minute belohnen sich die Augsburger für ihren starken Beginn mit der 1:0-Führung: Arne Engels spielt rechts außen Arne Maier frei, dessen wundervolle Flanke Dion Drena Beljo mit einem sehenswerten Flugkopfball verwandelt.

Wie so oft nach einer Augsburger Führung verändert sich das Geschehen auf dem Feld. Nun drücken die Stuttgarter und der FCA hat zweimal Glück, dass er nicht postwendend den Ausgleich kassiert. Zunächst versteht der VfB einen Aufbaufehler des FCA nicht zu verwerten. Wenig später vertändeln  die Stuttgarter erneut eine Riesenchance im Augsburger Strafraum (16.).

Nun hält der FCA wieder dagegen und das Spiel geht mit hohem Tempo rauf und runter. Kein Mittelfeldgeplänkel, keine Ballbesitz-Eitelkeiten: Der FCA presst hoch und jeder Spieler ist bis in die Haarspitzen motiviert. Einziges Manko: Links außen lässt Vargas Iago zu oft alleine verteidigen. Langsam wird das Spiel zerfahrener, was auch daran liegen könnte, dass nun auch die Stuttgarter hoch pressen und den FCA zu Ungenauigkeiten zwingen. Aber insgesamt steht der FCA hinten nun stabil, doch bei den Balleroberungen fehlt den FCA-Kickern die Ruhe und die Genauigkeit um daraus Kapital zu schlagen. In der 32. Minute zeigt Iago Leistenprobleme an. Für ihn kommt Veiga, der sich positionsgetreu links einordnet. Dem VfB gelingt es kaum, die erste Pressingreihe des FCA zu überspielen und der FCA verliert nun den Schwung der ersten 20 Minuten, weshalb das Spiel an Klasse und Tempo verliert.

Fazit zur Halbzeit: Die FCA-Führung ist verdient, allerdings muss der FCA in Halbzeit zwei wieder einen Zahn gegen die kampfstarken Stuttgarter zulegen, will er die Führung nach Hause bringen.

Nach der Pause kommt beim FCA für Beljo der konterstärkere Cardona. Die ersten 15 Minuten sind ein Spiegelbild der letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit: Beide Mannschaften bekommen mit Ball nach vorne wenig zustande. Der FCA versteht es, den VfB von seinem Tor wegzuhalten. Kommen die Schwaben dennoch mal in den Augsburger Strafraum, wird konsequent geklärt, wie zum Beispiel in der 65. Minute von Maxi Bauer, der mit einer Mördergrätsche vor Endo für Ruhe sorgt. Das Spiel kippt nun endgültig zugunsten der Stuttgarter, da der FCA nach vorne kaum noch etwas Gefährliches liefert. In der 71. Minute verlässt Demirovic den Platz. Viele Sprints und eine überragende Pressingleistung gehen auf sein Konto. Baumgartlinger folgt auf Vargas, doch Routine gewinnt keine Spiele.

In der 78. Minute wird der FCA für seine schwache Offensivvorstellung bestraft: Ein ruhender Ball segelt weit in den Augsburger Strafraum, wo Endo der Ball zwischen die Beine fällt. Im Fallen stochert der Japaner das Leder Richtung Koubek, der den Ball unglücklich wieder zu Endo bugsiert, der ihn schließlich im Gerd-Müller-Style über die Linie bringt. Der Stuttgarter Ausgleich ist zu diesem Zeitpunkt verdient. Dem FCA traut man dagegen nicht zu, dass er das Spiel nochmal dreht. Das Momentum liegt jetzt bei den Gästen, die von ihrem großen Anhang frenetisch gefeiert werden. Am Ende müssen sich beide Mannschaften nach einem großen Kampfspiel mit einem Punkt zufrieden geben. Zum neunten Mal kann der FCA eine Führung nicht ins Ziel bringen.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist der FCA bei Eintracht Frankfurt zu Gast.

FC Augsburg:  Koubek – Pedersen (77.Gumny), Bauer, Uduokhai, Iago (33. Veiga) – Engels, Rexhbecaj, Maier, Vargas (71.Baumgartlinger) – Beljo (46. Cardona), Demirovic (71.Colina).