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Samstag, 18.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA gegen Stuttgart: planlos, hilflos chancenlos

Der FC Augsburg verliert in der 15. Runde der Fußballbundesliga schmeichelhaft niedrig gegen den VfB Stuttgart mit 1:4. Die Tore der Stuttgarter erzielten Gonzalez (11./ Elfmeter), Wamangituka (29.), Castro (60.) und Didavi (84.). Den kurzzeitigen Anschlusstreffer für den FCA erzielte Richter (46.).

Das Ergebnis ist deshalb schmeichelhaft für den FCA, weil die Stuttgarter in der zweiten Halbzeit zahlreiche Konterchancen schlampig zu Ende spielten und so dem FCA eine richtige Packung ersparten. Zur zweiten Halbzeit ist noch festzustellen, dass der FCA nach dem Anschlusstreffer zirka 15 Minuten druckvoll nach vorne zu spielen verstand, sich aber nach dem Platzverweis von Richter in die Niederlage fügte. Selten stellte sich ein Spieler in Sachen Platzverweis dümmer an als Marco Richter, der kurz nach seiner gelben Karte wegen Reklamierens, sich die zweite Gelbe abholte, weil er seinem Gegenspieler absichtlich ein Bein stellte, ohne dass das nötig gewesen wäre.

In der ersten Halbzeit spielte der FCA zwar lange Zeit auf Augenhöhe mit, aber gefährlich für die Stuttgarter wurde es nur nach Einzelleistungen oder Standard-Situationen. Weder Niederlechner, noch Richter, noch Vargas sind Spieler, die Laufwege für Schnittstellen-Pässe suchen. Doch selbst wenn das der Fall wäre, fehlten die Passgeber. Weder Strobl noch Caligiuri sind in der Lage, einen finalen Pass zu spielen.

Einzigartig in der Fußballbundesliga ist auch der Sachverhalt, dass ein Trainer seine Mannschaft durch Einwechseln nicht stärkt, sondern schwächt. Diese Schrulle gibt es derzeit nur beim FCA zu bestaunen. Ein Spielbericht von Udo Legner folgt.