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Freitag, 24.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA gegen den Tabellenletzten auf Berg- und Talfahrt

Erst in der Nachspielzeit gelang dem FCA in der heimischen WWWK-Arena gegen den Tabellenletzten aus Gelsenkirchen der Ausgleichstreffer zum 2:2. Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung des S04-Stürmers Mark Uth, der nach einem Kopfballduell minutenlang bewusstlos liegen blieb, was beinahe zum Spielabbruch geführt hätte.

Von Udo Legner

Im Vergleich zur 1:3 Niederlage in Hoffenheim standen beim FC Augsburg Rafal Gumny und Rani Khedira anstelle von Suchy und Gregoritsch (beide Bank) in der Startelf. Die Anfangshase war geprägt vom intensiven Zweikampfverhalten auf beiden Seiten und größeren Spielanteilen für die Königsblauen. 

Horror-Szene um Mark Uth 

In der zehnten Minute die große Schrecksekunde: Felix Uduokhai und Mark Uth krachten bei einem eigentlich harmlosen Zweikampf mit den Köpfen zusammen und der Schalker blieb regungslos liegen. Sanitäter und Ärzte kümmerten sich um den bewusstlosen Stürmer, um den sich eine Traube Spieler aus beiden Teams bildete. Nach fast einer Viertelstunde wurde der Schalker auf einer Trage fixiert vom Platz gebracht und Schiedsrichter Manuel Gräfe verständigte sich mit beiden Mannschaftsleitungen auf die Fortsetzung der Partie. Parallelität der Geschehnisse. Nur wenige Minuten ist es erneut Unglücksrabe Uduokhai, der mit Boujellab zusammenprallte (30.). Doch nach Behandlung durch das Schalker Ärzte-Team konnte der Schalker Mittelfeldspieler mit einem Kopfverband weiterspielen. 

Glückliche FCA Führung

In der 32. Minute sorgte Daniel Caligiuri endlich dafür, dass das Spielgeschehen in den Mittelpunkt rückte. Einmal mehr sollte es ein Standard sein, mit dem sich die Pechsträhne der Gelsenkirchener fortzusetzen schien. Der Freistoß des Ex-Schalkers wurde von Schalkes Suat Serdar noch mit dem Kopf abgefälscht und senkte sich am chancenlosen S04-Keeper Fährmann vorbei zur glücklichen FCA-Führung ins Tor des Tabellenletzten. Bis zum Seitenwechsel – einschließlich der 15 Minuten Nachspielzeit aufgrund der langen Behandlungspause – dümpelte das Spiel dahin und die beiden gelben Karten für den erneut glücklosen Niederlechner und für Sané auf der Gegenseite blieben neben einer Schalker Halbchance für den für Mark Uth eingewechselten Can Bozdogan (44.) die einzigen Aufreger.

Fazit zur Halbzeit: Eine erste Hälfte zum Vergessen, wäre da nicht die Sorge um den Schalker Mark Uth gewesen, der nach ersten Meldungen wieder zu Bewusstsein gekommen war.

Nach Wiederanpfiff dominierten die Schalker das Spiel und kamen nach Ramans Lauf über das halbe Feld gefährlich vor das Augsburger Tor (51.), dessen Schuss jedoch rechts am Kasten vorbei ging. 

Schalkes kurzer Höhenflug

Eine Minute später war es wieder Raman, der nach einem Fehlpass von Carlos Gruezo allein auf  FCA-Keeper Gikiewicz zulief, ihm diesmal jedoch das Nachsehen gab und zum Schalker Ausgleich einschoss. Für den FCA sollte es gleich noch schlimmer kommen: Im Luftduell erwischte Niederlechner den Schalker Sané leicht im Gesicht und sah dafür die gelb-rote Karte. Nach vergeblichen Protesten mussten die Augsburger das Spiel in Unterzahl fortsetzen und gerieten wenig später sogar in Rückstand.

Nach schöner Kombination der Knappen gelang S04-Youngster Boujellab der erste Bundesliga-Treffer zur 2:1 Führung für Königsblau. Im Anschluss versäumten es die Schalker den Sack zu zu machen. Die Schüsse von Boujellab (78.) und Bozdogan (82.) verfehlten ihr Ziel, was sich in der Nachspielzeit aus Schalker Sicht bitter rächen sollte. Ein sehenswerter Spielzug des eingewechselten Trios Alfred Finnbogason, Michael Gregoritsch und Marco Richter bescherte dem FCA in fast letzter Minute (90.+3) noch den 2:2 Ausgleich.  

Mit diesem Unentschieden verbesserte sich der FCA am 11. Spieltag auf den zehnten Tabellenplatz, den es bereits am Mittwoch (Anstoß 20.30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Bielefeld zu verteidigen gilt.

FCA:  Gikiewicz – Gumny (71. Finnbogason), Gouweleeuw, Uduokhai, Framberger – Gruezo (71. Gregoritsch), Strobl (59. Richter), Khedira – Caligiuri, Vargas – Niederlechner