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Mittwoch, 17.04.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

FCA

FCA: Fortsetzung des Frühlingsmärchens


Im Stadion am Böllenfalltor bei den Darmstädter Lilien gelang dem FCA am 24. Spieltag ein 6:0 Kantersieg. Bei diesem höchsten Auswärtssieg seiner Bundesligahistorie stellte der FCA weitere Bestmarken auf und dürfte sich vorzeitig aller Abstiegssorgen entledigt haben.

Von Udo Legner

FCA-Trainer Thorup hatte seine Startformation gegenüber dem letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg auf zwei Posten geändert: Gouweleeuw lief nach seiner Gelbsperre (für Maximilian Bauer) auf und Arne Maier rückte nach seinem starken Auftritt in Freiburg erstmals in dieser Saison in die Anfangself (für Elvis Rexhbecaj).

FCA Bestmarke No. I: Fünf Tore in den ersten 29 Minuten

Der FCA legte gegen den Tabellenletzten Darmstadt einen Traumstart hin und ging bereits nach 70  Sekunden in Führung. Ein verunglückter Querpass des Darmstädter Defensivspielers Müller wurde von  Phillip Tietz abgefangen, der keine Mühe hatte, den Augsburger Führungstreffer (2.) gegen seinen früheren Club zu erzielen. Noch bevor – nur zehn Minuten später – Fredrik Jensen einen Konter des FCA nach einem Zuckerpass von Ruben Vargas mit dem 2:0 abschloss (12.), hätte der FCA nachlegen können, doch Tietz und Vargas vergaben ihre Grosschancen. Nur acht Minuten danach das gleiche Bild: von einem weiteren Lilien-Blackout bzw. dem viel zu kurzen Rückpass von Klaus Gjasula profitierte FCA-Goalgetter Demirovic und schon hieß es 3:0 für die Augsburger (20.). Ein echter Hingucker das 4:0 für den FCA – Ein Fehlpass von Darmstadts Verteidiger Karic landete bei Jensen, der mit einem Steilpass Ruben Vargas bediente, der mit einem Sonntagsschuss (25.) das Leder mit 117 km/h ins Netz des machtlosen Lilien-Schlussmanns versenkte. Nach diesem vierten Paukenschlag versuchte Darmstadt Trainer Torsten Lieberknecht die Reissleine zu ziehen (27.) und wechselte seine Fehlpass-Könige Müller und Gjasula aus. Doch der Flow des FCA hielt an und Demirovic erzielte nur kurz darauf das fünfte Tor für den FCA (29.).

Dass bis zur Halbzeit kein weiteres Tor fiel – vielleicht lag es auch daran, dass die FCA Spieler um den Stellenwert ihrer Führung wussten und es zufrieden waren. Lediglich zweimal in der gesamten Bundesliga-Geschichte waren einer Mannschaft so schnell fünf Treffer gelungen wie dem FCA an diesem Spieltag!

Fazit zur Halbzeit: Des einen Freud, des andern Leid: Der Zusammenfassung des Schlussmanns der völlig überforderten Lilien ist nichts hinzuzufügen : „Fehler hier, Fehler dort, Blackout hier und da.

Nach dem Wechsel flachte die Begegnung erwartungsgemäß ab. Der FCA Augsburg tat nicht mehr als nötig und Darmstadt war offensichtlich überfordert, dem Spiel eine Wende zu geben. In der Schlussphase erhöhte Tietz auf den 6:0-Endstand (84.) für den FCA.

FCA Bestmarke II:  Rekordbilanz für Tietz und Demirovic 

Tietz kam zu seinem ersten Doppelpack und Demirovic erzielte mit seinen Saisontreffer Nummer 13 und Nummer 14 bereits zehn Spieltage vor Saisonende so viele Tore wie sie noch nie ein FCA-Spieler in einer kompletten Bundesliga-Spielzeit erzielt hatte.

FCA Bestmarke III: Top in Offensive, Top in Defensive

Zum ersten Mal in dieser Saison behielt der FCA eine weiße Weste und stellte zudem den eigenen Rekord ein – 2019 hatte der FCA den VfB Stuttgart ebenfalls 6:0 besiegt.

Mit diesem Auswärtssieg kletterte der FCA auf den zehnten Tabellenplatz und rangiert nun wieder vor dem Aufsteiger aus Heidenheim, der am kommenden Samstag der nächste Gegner in der WWK-Arena ist (Anstoss 15.30 Uhr).

Man darf gespannt sein, für welches Team sich der Buchtitel „Unkaputtbar“ von Heidenheims Trainer  (siehe DAZ: Buchbesprechung: Frank Schmidts Bestseller „Unkaputtbar) dann erfüllt.

FCA-Startelf: Dahmen – Mbabu, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago – Jakić – Jensen, Vargas, Maier – Demirović, Tietz