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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Erfolgreiche Revanche gegen HSV zum Auftakt der Rückrunde

Flanke Caiuby – Kopfball Koo – Hamburg k.o. So könnte man den 1:0-Heimsieg des FCA gegen den Hamburger SV in der mit 30.087 Zuschauern fast ausverkauften WWK-Arena knapp und knackig kommentieren. In einem an Höhepunkten und Torchancen armen Spiel, das lediglich in Sachen Kampf und Dramatik Niveau hatte, hielt sich der FCA für die unglückliche Niederlage im Volkspark zum Saisonauftakt mit gleichem Resultat schadlos.

Von Udo Legner

Ob es sich bei der Konkurrenz herumgesprochen hat, dass der FCA seine Heimspiele lieber in Richtung Gästeblock-Tor beginnt? Wie schon bei den letzten beiden Heimspielen vermasselten die Hamburger bei der Seitenwahl dem FCA diesen „Heimvorteil“, was die FCA-Fanblocks  mit einem gellendem Pfeifkonzert quittierten, noch bevor der Ball rollte.

Im Vergleich zur letzten Hinrunden-Partie gegen Freiburg hatte FCA-Coach Manuel Baum seine Startelf auf zwei Positionen umgestellt. Für Finnbogason (Achillessehnenprobleme) und Heller begannen Cordova und Koo. Auf der Gegenseite gab HSV-Coach Gisdol auf der Torwartposition erstmal Pollersbeck den Vorzug vor Mathenia. Neben Ekdal und Hunt fiel bei den Hanseaten auch Jungtorjäger Arp (grippaler Infekt) aus.

Hinten hui, vorne pfui

Erstaunlich forsch und schwungvoll legten die Hamburger los. Die Baum-Schützlinge, die in einem 4-2-3-1 Spielsystem agierten, taten sich dagegen schwer, ins Spiel zu kommen. Trotzdem hatte Augsburg die erste Großchance der Partie, doch Caiuby vergab unbedrängt vom Strafraumrand und übersah dabei den völlig freistehenden Cordova (4.Min.). Ähnlich eigensinnig und unglücklich agierte Goalgetter Gregoritsch (15. Min.), der es vorzog, selbst abzuschließen, – sein Schuss konnte von Diekmeier geblockt werden – anstatt den viel besser postierten Caiuby anzupielen. Von da an verflachte das Spiel: Die Augsburger spielten einfallslos und trugen ihre Angriffe grundsätzlich über die linke Seite vor. Zudem hatte es den Anschein, als wäre es Koo und Cordova selbst nicht klar, wohin sie ihre Laufwege führen sollten.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
Viele Abspielfehler – vor allem das Passspiel von Daniel Beier war über die gesamte Partie erschreckend – verhinderten, dass das Augsburger Aufbau- und Kombinationsspiel über mehr als zwei, drei Stationen lief. Die Hamburger konnten so zwar die Spielanteile ausgeglichen gestalten, fanden aber keine Mittel gegen das gut gestaffelte und aggressive Augsburger Abwehrbollwerk. In der 39. Minute hatte Cordova seine erste gute Szene, als er nach einem gelungenen Dribbling vom linken Strafraumeck abzog, aber in Pollersbeck seinen Meister fand, der seinen Schuss ungelenk über die Querlatte lenkte. In der Schlussminute der ersten Halbzeit köpfte Koo – ausgerechnet Koo, an dem das Spiel bislang völlig vorbeilief – nach schöner Flanke von Caiuby zur nicht mehr erhofften 1:0-Pausenführung für den FCA ein.

Fazit zur Halbzeit: Nach der Winterpause tut sich der FCA schwer, zu den Mechanismen im Aufbau- und Kombinationsspiel zurückzufinden. Zum Glück heißt der Gegner HSV, der aus den Augsburger Anlaufschwierigkeiten kein Kapital schlagen kann.

Die zweite Halbzeit versöhnte die Fans in der Nordkurve mit der vermeintlich falschen Seitenwahl. Von der Augsburger Offensive war in der zweiten Halbzeit nämlich noch weniger zu sehen als in den ersten 45 Minuten. Das Augsburger Mittelfeld – Fehlanzeige! Die Bälle wurden ein ums andere Mal hoch nach vorne geschlagen, landeten auch meist zuerst auf dem Kopf eines Augsburger Spielers, fanden dann aber selbst nach spektakulären Kopfballstafetten nur allzu selten zum eigenen Mitspieler. Zwar mühten sich die Augsburger, aber das war es auch schon. Die einzige Ausbeute: ein Distanzschuss von Daniel Baier (67. Min.) und ein Pfostenschuss von Gregoritsch (75. Min.). Am Ende der Partie kam immer mehr Hektik ins Spiel. Doch da der HSV auch in der Schlussphase in der Offensive nichts zustande brachte, woran auch der eingewechselte Schipplock (84. Min.) nichts änderte, konnte der FCA den knappen Vorsprung fast ungefährdet über die vierminütige Nachspielzeit retten.

Durch diesen knappen, aber verdienten Sieg gegen den Bundesliga-Dino rückt der FCA zum Rückrundenauftakt auf den siebten Tabellenplatz vor und hat nur noch einen winzigen Punkt Rückstand auf die Europa League-Ränge. Am nächsten Samstag (Spielbeginn 15.30 Uhr) geht es beim Gastspiel gegen den Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach darum, diese vielversprechende Ausgangsposition zu festigen.

FCA Aufstellung: Hitz – Opare , Gouweleeuw , Hinteregger , Max – Khedira , D. Baier  – Koo, Gregoritsch, Caiuby – Cordova.

Einwechslungen: 68. Schmid (für Cordova) 90. + 3 Kacar (für D. Baier).



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