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Dienstag, 13.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Bundesliga

FCA bleibt zu Hause sieglos und enttäuscht gegen Hertha den eigenen Anhang

Hertha BSC gewinnt in der fünften Runde der Fußballbundesliga gegen den FC Augsburg mit 2:0. Die Tore der Berliner erzielten vor knapp 26.000 Zuschauern in der WWK Arena Dodi Lukebakio (67.) und Marco Richter (90.+3) nach einem mustergültigen Konter in der Schlussminute.

Das Bild täuscht: Mads Pedersen blieb gegen Lukebakio meist zweiter Sieger — Foto © DAZ/Lina Mann

Beim FCA stehen im Vergleich zum vergangenen Spieltag in Hoffenheim vier Neue in der Startelf. Gumny, Caligiuri, Gruezo und der vor wenigen Tagen aus Istanbul eingeflogene Berisha ersetzten Iago, Framberger, den angeschlagenen Jensen und den nach Groningen verliehenen Pepi. 

Hertha beginnt wie die Feuerwehr und ist zu Beginn die agilere Mannschaft mit Torchancen: In der vierten Minute brennt es bereits im Augsburger Strafraum, als eine gefährlich getretene Ecke nur mit Glück abgewehrt wurde. In der 7. Minute setzt sich Herthas Lukebakio rechts außen gegen Petersen durch, flankt aber zu ungenau. Bisher zeigen sich nur die Berliner gefährlich. In der 19. Minute segelt ein Freistoß von Plattenhardt vors Augsburger Tor, wo zwei Berliner am langen Pfosten völlig freistehen, doch Kempf nimmt dem besser postierten Uremovic den Ball weg und köpft über das Tor.

Die wenigen FCA-Angriffe versanden im Nichts – bis zur 23. Minute, als Demirovic von Berisha schön angespielt wird, allein aufs Berliner Tor gehen könnte, aber gehalten wird. Uremovic hat Glück, dass er dafür nur Gelb bekommt. Den Freistoß ballert Berisha blind in die Mauer. Der FCA ist nun besser im Spiel und hat durch Berisha sofort die nächste Chance. Der Neuaugsburger setzt sich links durch und zimmert aus spitzem Winkel das Leder gegen den Außenpfosten. Berlins Keeper Christensen wäre richtig gestanden und hätte den Ball ohnehin gehalten.

Das Spiel geht nun hin und her. In der 35. Minute wieder eine Chance für Berlin: Ejuke lässt Caligiuri stehen und schlenzt den Ball knapp vorbei.

In der 36. Minute kommt Baumgartlinger für den rotgefährdeten Gruezo. In der 43. Minute bedient Bauer mit einem genauen Pass Maier, dessen Fernschuss den kreuzenden Demirovic trifft, der im Abseits steht.

Fazit zur Halbzeit: Ein munteres Spiel, bei dem die Berliner ihre Angriffe strukturierter vortragen und optional gefährlicher angreifen als die Augsburger. Mads Pedersen bekommt auf der linken Seite Lukebakio nicht in den Griff und rechts klafft beim FCA ein Loch, in das die Berliner immer wieder mit schnellen Kontern stoßen.

Maaßen bringt nach der Pause Vargas für Maier, der schwach blieb.

Der Beginn der zweiten Halbzeit spiegelt den Spielverlauf der ersten Halbzeit wider: Hertha spielt gefährlich nach vorne, während beim FCA vieles Stückwerk bleibt. Die logische Folge: Mit viel Zeit und Raum schlägt Plattenhardt aus dem linken Halbfeld einen langen Ball vors FCA-Tor und wieder hat Pedersen gegen Dodi Lukebakio das Nachsehen. Lukebakio kann die Flanke aus wenigen Metern einköpfen (57.). In der 74. Minute wechselt FCA-Trainer Maaßen den kompletten Sturm aus: Hahn kommt für Berisha, Niederlechner für Demirovic.

Das Spiel des FCA wird nach vorne immer fahriger, während die Gästekombinationen sicherer und flüssiger werden. In der 79. Minute gellen Pfiffe von den eigenen Fans durchs Stadion, als eine Flanke von links trotz Zeit des Augsburgers im Nichts landet. Berlin verwaltet nun den Vorsprung mühelos und setzt Nadelstiche nach vorne. In den Schlusssekunden erzielt ausgerechnet der Ex-Augsburger Marco Richter das 2:0 der Berliner, die das Spiel hochverdient und überlegen gewinnen.

Als Schiedsrichter Harm Osmers nach 94 Minuten abpfeift, jubeln die Berliner über ihren ersten Saisonsieg, während die Augsburger die dritte Heimniederlage in Folge und ein gellendes Pfeifkonzert der eigenen Fans zu verdauen haben.

Bereits am kommenden Freitag ist der FCA in Bremen zu Gast (20.30 Uhr).

FCA: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Bauer – Caligiuri, Gruezo (37. Baumgartlinger), Pedersen – Maier (46. Vargas), Rexhbecaj (82. Petkov) – Demirovic (74. Niederlechner) , Berisha (74. Hahn)