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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Baum muss gehen!

Die gezeigten Leistungen des FCA lassen keinen anderen Schluss zu: Der FCA braucht für den Endspurt einen kräftigen Schub. Dass dieser ausgerechnet noch von dem Trainerstab kommen könnte, der die Augsburger Fußballer zutiefst verunsichert hat, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Kommentar von Siegfried Zagler

Man muss keine große Analyse anstellen, wenn es darum geht, die Situation beim FCA zu verstehen. Es reicht völlig aus, die letzten 270 FCA-Minuten gesehen zu haben. Viereinhalb Stunden, die zu den grausamsten Fußballstunden gehören, die die Bundesliga je von einer Mannschaft gesehen hat. Der FCA hat in dieser Verfassung in der höchsten deutschen Spielklasse nichts verloren. Der Worte sind genug gewechselt, nun muss von den verantwortlichen Entscheidern jeder Stein umgedreht werden, um es zu ermöglichen, die Augsburger Fußballspieler aus ihrer tiefen Verstörung wieder herauszuführen.

Die Frage, wie sich eine bis ins Mark verunsicherte und desolat verteidigende Mannschaft mit Hochgeschwindigkeit wieder in eine erträgliche Spur bringen lässt, ist nicht einfach zu beantworten. Sicher richtig ist aber die Feststellung, dass diejenigen, die die Augsburger Mannschaft in diese tiefe Krise geführt haben, dafür am wenigsten geeignet sind. Die letzte Chance des FCA, den Abstieg zu vermeiden, besteht in einem Trainerwechsel. Ein reinigendes Gewitter, einen frischer Wind, einen kräftigen Schub kann man von Baum und Co. nicht mehr erwarten. Deshalb muss schnell gehandelt werden. Mit André Schubert wäre zum Beispiel ein Trainer auf dem Markt, der bereits in Gladbach bewiesen hat, dass er eine Mannschaft blitzartig aus einer tiefen Krise herausführen kann.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Nicht die Punktzahl, nicht der Tabellenstand sind die Menetekel des FCA, sondern die gezeigten Leistungen. Als befände sich der FCA in einer Vorbereitungsphase weit vor Saisonbeginn, so in etwa lässt sich die erste Halbzeit in Berlin beschreiben. Die Darbietungen der letzten 270 Minuten hat der Trainerstab zu verantworten. Einen Mittelstürmer von der „Klasse“ eines Alfred Finnbogason und weitere bundesligauntaugliche Stammspieler inklusive aller Neuzugänge (Ausnahme: Hinteregger) haben Reuter und Schwarz zu verantworten. Letztere zu feuern, wäre nicht verkehrt, brächte aber auf die Schnelle keine Besserung. Also bleibt nur die Hoffnung, dass Präsident Hofmann neben der Einsicht auch den Mut hat, seine Fehlentscheidung vom Dezember zu revidieren.



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