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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Einsturzgefahr am Oberen Graben: Keine Statikprobleme im Nachbarhaus

Gute Nachricht für Oberen Graben: Beim Nachbarhaus gibt es keine Einsturzgefahr. Dies ist die  Erkenntnis der gestrigen Untersuchungen der Statiker

Nach der Evakuierung des Wohnkomplexes am Oberen Graben 8-12 am Freitagabend fanden in den vergangenen Tagen weitere Untersuchungen der Bausubstanz statt. Die Experten suchten weiter nach den Ursachen für die entstandenen Hohlräume. In diesem Zusammenhang nahmen sie gestern auch die Keller des benachbarten Gebäudes im Oberen Graben 4 in Augenschein. Die Erkenntnisse sind gute Nachrichten für die Bewohner. Im Schreiben an die Stadt heißt es: „Bei der Ortsbegehung wurden keine Anzeichen festgestellt, die auf Setzungen oder Defizite im Gründungsbereich hindeuten, weshalb tiefergehende Untersuchungen derzeit nicht als notwendig erachtet werden.“ Der Bauart und des Baustils des Treppenhauses nach zu urteilen, stamme das heutige Bauwerk aus der Zeit ab 1960.

Bis Anfang kommender Woche werden die Experten voraussichtlich einen Sanierungsplan für den gefährdeten Gebäudekomplex am Oberen Graben 8-12 präsentieren. Erst dann kann entschieden werden, was getan werden muss, damit die Bewohner und Geschäftstreibenden sobald wie möglich in das Gebäude am Oberen Graben zurückkehren können.

Das Gebäude steht im Eigentum einer von der Stadt verwalteten Stiftung. Am vergangenen Donnerstag waren bei Bodenuntersuchungen im Rahmen der Gesamtsanierung des Gebäudes bei der Öffnung der Bodenplatte mehrere Hohlräume unter tragenden Wänden entdeckt worden. In einem Schreiben an die Stadt, das am Freitag vergangener Woche einging, hatte das beauftragte Ingenieurbüro empfohlen, das Gebäude wegen „Gefährdung der Standsicherheit (F) unverzüglich“ zu räumen. Daraufhin war das Gebäude noch am Freitagabend durch die Stadt evakuiert worden.

Bewohner bis auf Weiteres im Hintermayr-Stift

Die 21 am Freitagabend dort angetroffenen Bewohner waren nach dem Gefahrenhinweis der Statiker am Freitagmittag in einer von der Stadt innerhalb von Stunden organisierten Evakuierung zunächst in einem Hotel, im Servatius Stift und bei Angehörigen untergekommen. Sie wurden dort auch von Mitarbeitern der Stadt betreut. Am Montagvormittag siedelten sie nun bis auf Weiteres in derzeit leerstehende Wohnungen im Hintermayr-Stift um.

 



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