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Donnerstag, 05.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Demonstranten fordern atomstromfreies Augsburg

Unter der Losung „Augsburg atomstromfrei“ und „Augsburger Energiewende jetzt!“ demonstrierten 150 Menschen am vergangenen Samstag in der Augsburger Innenstadt.



Stationen ihres Umzugs waren die Stadtwerke, der Rathausplatz und die Lech Elektrizitäts-Werke (LEW). Aufgerufen hatte der AK-Klima von Attac-Augsburg mit Unterstützung von Greenpeace Augsburg. Bundesweit habe die Anti-Atom-Bewegung erreicht, dass die Laufzeitverlängerung für die AKWs verhindert wurde, so Bruno Marcon, Sprecher vom AK Klima von Attac-Augsburg: “Jetzt müssen wir eine Energiewende, die ihren Namen verdient, durchsetzen.” Elementarer Baustein dieser neuen Energiedemokratie sei die Dezentralisierung der zukünftigen Energieversorgung, so Marcon weiter. In der Region Augsburg könne eine optimale Abstimmung des Energiemix aus Erneuerbaren Energien erreicht werden und die Bürger könnten dabei aktiv einbezogen werden.

Vor den Lech-Elektrizitätswerken, einer 92%-Tochter des Energiekonzerns RWE, forderten die Globalisierungskritiker einen Atomausstieg ohne Entschädigung. Die Redner wiesen darauf hin, dass die Atomwirtschaft bereits 200 Milliarden staatlicher Gelder erhalten hätten und weitere 100 Milliarden für den Atommüll fällig würden. Die Konzerne hätten “Milliarden Profite auf Kosten des Risikos für Leib und Leben der Menschen” gescheffelt. Die Verfügungsgewalt der Energiekonzerne über die Netze solle beendet und die Konzerne selbst vergesellschaftet werden.